Samstag, 6. März 2010

29.12.2009-02.01.2010 East London
















Als ich endlich in East London angekommen war und auch den zweiten Breakdown an diesem Tag geregelt hatte, wurde ich in meine erste Unterkunft – dem Sugarshack gefahren. Das besondere an diesem Backpacker war, dass es direkt am Strand lag und man eine geile Aussicht aufs Meer hatte. Im Backpacker traf ich überraschenderweise dann wieder mal auf Bettina. Hab mich echt gefreut. Wir haben uns bisschen unterhalten. Während ich dann kochte kamen wir (unabhängig voneinander) mit einer Gruppe Coloureds aus Cape Town ins Gespräch. So verbrachten wir den restlichen Abend mit ihnen am Lagerfeuer und am Pool-Table. Später gesellte sich auch noch das Personal zu uns. Es wurde ein richtig super schöner Abend. Zwischendrin kam noch eine Freundin der einen mit ihrem kleinen Sohn, namens Ot(t)o (weiß nicht wie er geschrieben wird). Der Kleine war total süß  und er musste für ein Fotoshooting mit allen hinhalten. Hat es aber über sich ergehen lassen. Ich hatte an diesem Abend auf jeden Fall mächtig Spaß. Leider fuhren Bettina und die Gruppe Coloureds am nächsten weiter nach Chintsa, wo es aber keinen Platz mehr für mich gab – weder beim Camping noch in den Dorms.
Also verbrachte ich den restlichen Tag alleine. Da ich nicht wusste, was ich machen sollte, hab ich wieder mal gechillt. Während ich so auf der Dachterrasse saß, kam dann Richard. Richard ist professioneller Trommler. Wir haben uns bisschen unterhalten und er bot mir an erstens abends eine Stunde Unterricht bei ihm zu bekommen und zweitens mit ihm am 01.01. nach Coffee Bay zu fahren. Außerdem stellte er mich 3 Mädels aus Deutschland vor, die am Abend dann mit in unserem Backpacker feiern waren.
Am Abend bekam ich auch meine Trommelstunde und laut Richard bin ich ein Naturtalent. Er fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihm am 03. abends in Port St. Johns zu „performen“. Da ich jetzt eh nicht so viel geplant hatte, sagte ich zu. Doch bis zum 01. bestand erstmal das Problem, dass ich keinen Schlafplatz hatte. Das Sugarshack schließt über Silvester, denn an der Strandstraße dort versammeln sich ca. 500 000 Schwarze, um in das neue Jahr reinzufeiern. Ich weiß nicht, ob die Zahl jetzt gestimmt hat, aber während der 4 Tage in East London, habe ich 2 Weiße außerhalb der Backpacker gesehen. Also nicht wirklich viele und es war an Silvester dort unten auf jeden Fall ne Menge los.
Dank Richard, der mir geholfen hat, hab ich letztlich jedoch einen Schlafplatz im Buffalo Backpacker bekommen. Als ich dort am Morgen des 31. antanzte gab es aber erstmal ein Missverständnis. Aber die Chefin hatte Mitleid mit mir und am Ende durfte ich die Nacht im Staffroom verbringen. Silvester an sich verbrachte ich erstmal mit den 3 Mädels am Strand verbracht. Die mussten aber gegen 5 Uhr los, so dass ich ganz alleine war. Aber keine 10 Minuten später entdeckte ich ein weiteres weißes Gesicht. Nach einer kurzen Begrüßung stellte sich heraus, dass dieses Mädel Tina heißt und aus Nürnberg ist. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Tina war Freiwillige im Township von Stellenbosch. Eigentlich war sie hier mit ihrem Freund, dessen Visa jedoch nicht verlängert wurde, so dass er ausreisen musste. In East London war sie zusammen mit einem Freund – Lindele. Schnell war klar, dass wir den Abend zusammen verbringen würden (zumal wir schon die Nacht gemeinsam in einem Bett schlafen würden). Nach einem für uns gekochten Essen von einem aus Indien stammenden Südafrikaner, dass mir etwas zu scharf war, ging es los. Dieser Typ, Roy, wollte uns in einen netten Club bringen, der aber stinklangweilig war. So diskutierten wir erstmal los, bis Roy wütend abdampfte. Anschließend ging es erstmal an den Strand, denn Lindele hatte noch nie ein Feuerwerk gesehen. So berauschend war es aber nicht. Wir haben sogar Punkt 12 Uhr verpasst.
Dann ging es weiter in einen anderen Club. Letztlich fanden wir in der Uzogcwala Lounge wieder. 2 weiße Mädels und ca. 500 schwarze Jungs und Mädels. Vielleicht kann man sich vorstellen, was da ablief. Wir durften uns keine Sekunde lang hinsetzten, so dass wir eigentlich bis früh um 5 Uhr durchtanzten. Wir mussten auch den einen oder anderen Kussversuch abwehren und wenn ich wöllte, könnte ich jetzt mehrfach verheiratet sein, mit Typen, die ich bis dahin nicht mal 10 Sekunden gekannt hatte. Aber ich habe dankend abgelehnt. War auf jeden Fall derbe lustig. Am Neujahrstag sollte ich dann eigentlich mit Richard losfahren, aber zum einen kam er Ewigkeiten nicht und dann ließ er sich auch nicht erreichen. Irgendwann abends gegen 5 trudelte er dann ein. Sein Handy was kaputt, weswegen er sich nicht melden konnte. So verbrachten wir noch eine weitere Nacht im Backpackers. Dann wir an Silvester so viel Spaß gehabt haben, gingen Tina, Lindele und ich gleich noch mal in den Club. Diesmal war es um einiges gechillter, doch wir hatten auch unseren Spaß.
Am 02.01 ging es dann wirklich weiter. Erstmal gab es noch eine kleine Abschiedsszene mit Tina, da wir uns wirklich super verstanden haben und immer noch tun.

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