Sonntag, 21. März 2010

09.01.-10.01.2010 Uniondale





Ich hatte mich schon vorher entschieden, nicht über die N2, die Straße, die ich gekommen bin, sondern über die Route 62, 50 km im inneren des Landes, zurückzufahren. Da ich wusste, dass ich nicht die gesamten 700 km in einem Tag hätte zurück legen können, blieben zwei Möglichkeiten. Entweder ich mache einen Halt in Uniondale. Einem kleinem, verschlafenen Dutch-Dörfchen oder ich fahre weiter bis nach Oudtshoorn, wo es mir so gut gefallen hat. Ich hab mich für die erste Option entschieden. Das Örtchen war genauso, wie beschrieben. Als ich im Backpacker ankam, waren die Inhaber erstmal nicht da. Also hieß es warten. Während dieser Zeit kam ich mit den weiteren Gästen in Gespräch – einer coloured Familie aus Bloemfontein. Am Interessantesten war die Großmutter – Louise. Sie arbeitet in einem Kinderhospiz. Sowie sie die Arbeit beschrieben hat, fand ich es einfach nur derbe interessant. Würde gerne mal dorthin fahren (wozu ich auch eingeladen wurde), aber werde höchstwahrscheinlich auf finanzielle Weise nicht mehr schaffen. Das Kinderhospiz sollte man sich jedoch nicht so vorstellen, wie ein normales (Alten-)Hospiz. Die Kinder werden nicht eingeliefert, um zu sterben. Louise meinte, dass während der letzten 3 Jahren sind „lediglich“ 15 Kinder gestorben und die waren wirklich krank. Das Kinderhospiz ist mehr eine Art Waisenhaus.
Irgendwann kamen die Inhaber dann wieder und die Familie hatte auch noch was zu überlegen. Also bin ich nach dem Einchecken, erstmal durch das kleine Städtchen gelaufen. Da jedoch Samstag-Nachmittag in Südafrika alles geschlossen ist, war es bisschen langweilig. Selbst die Kirche war geschlossen (etwas, was mich hier eher immer verwundert.) Aber trotzdem war es schön.
Als ich wieder im Backpacker zurück war, wurde ich direkt von der Familie eingeladen, ihre Freunde im Nachbarhaus mit zu besuchen. Also habe ich mich angeschlossen (es war die bessere Alternative anstatt sich zu langweilen). Leider habe ich mich in dem Haus auch etwas gelangweilt. An sich verfolge ich ja gerne die Gespräche der Leute. Aber leider verstehe ich nun mal kaum ein Wort Afrikaans (jedenfalls zu der Zeit) und das war die Unterhaltungssprache. Also bin ich nach 2 Stunden wieder rüber und hab mir Abendessen gekocht. Am Abend gab es mal wieder einen Film im Fernsehen und dann ab ins Bett.

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