






















Nach Coffee Bay ging es gemeinsam mit Richard weiter nach Port St. Johns. Die Umgebung blieb den ganzen Weg über wirklich umwerfend. Leider war das Wetter nicht allzu toll, aber man kann ja nicht alles haben. Wir kamen gegen Nachmittag an. Hab mich direkt als erstes mit einem Paar aus Jo´burg angefreundet (der Mann war aber ursprünglich aus Israel). Da ich bei ihrem Zeltaufbau geholfen hab, wurde mir abends gleich ein Bier ausgegeben.
Richie und Ich haben auch nichts weiter gemacht. Er hatte abends den Auftritt, bei dem ich eigentlich mitmachen sollte. War dann aber irgendwie doch nicht. Trotzdem war es echt gut. Er hat zusammen mit einem Schlagzeuger und einem Freund gespielt. Klingt noch geiler fast. Hab mich währenddessen gut mit dem Paar unterhalten und später noch mit einem weiteren aus Jo´burg, die so alt waren wie ich.
Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter eher noch verschlechtert als verbessert. Alles war grau und zugezogen. Richie und Ich wollten zuerst einen Freund, der ein bisschen im Busch lebt besuchen. Wir sind auch dorthin gefahren und haben uns sein Haus angeschaut. Aber leider war er nicht da. Wäre sicherlich sehr interessant gewesen. Auf jeden Fall war es sehr cool. Während wir dort waren, hat es dann angefangen wie aus Eimern zu gießen. Also fiel ein Strandspaziergang (die Hütte befand sich direkt am 2nd Beach – einem Naturreserve) flach. Wir hatten eigentlich vor auf den Markt zu fahren, wo mir Mud (die traditionelle weiße Kreidenfarbe, die die Afrikaner bei Sonne im Gesicht haben) ins Gesicht geschmiert werden sollte. Dies fiel jetzt auch leider aus. Stattdessen haben wir eine Freundin von Rich, die vor kurzem einen Unfall hatte, besucht. Sie lebt zusammen mit ihrer Sisi (Schwester) und den beiden Söhnen der beiden (2 ½ und 3 Jahre) in einem kleinen Haus von 2 ½ Zimmern (ich glaub es war ohne Küche und Bad). Hat mich sehr an die Township-Häuser erinnert, obwohl selbst die von außen noch besser aussehen. Also irgendwas zwischen Shack und Township-Haus. War auf jeden Fall auch interessant. Die Kiddies waren auch echt süß. Hab mich aber nicht getraut Fotos zu machen. Deswegen keine Fotos davon.
Am Nachmittag hatte sich das Wetter noch nicht wesentlich verbessert. Trotzdem ging es auf eine Boots-Tour auf dem Umzumvubo-River. Die Hinfahrt zum Boot war nicht wirklich lang, aber doch etwas abenteuerlich. Wir saßen zu ungefähr 15 auf der Ladefläche eines Pick-Ups. Eigentlich ist man so einen Anblick nur von schwarzen Arbeitern gewöhnt. Und jetzt waren es zwei Autos mit nur Weißen. Muss lustig ausgesehen haben.
Angekommen am Steg, ging es auf das Boot, auf dem uns schon Richard mit Trommeln begrüßte. Die Reisegruppe bestand aus einer Gruppe von ca. 10 richtigen (!) Hippies in meinem Alter aus Jo´burg, einem Ehepaar in den 40ern, ebenfalls sehr hippielike, Salume (die Freundin des Israelis), der Familie, die das Backpacker leitet, einer weiteren Familie, ein paar Mädels aus den Niederlanden und mir. War eine sehr lustige Gesellschaft. Richard hat die ganze Zeit durchgetrommelt und wir ließen uns nicht vom schlechten Wetter die Laune verderben. Es wurde die ganze Zeit über getanzt und gelacht. Ich hatte super viel Spaß. Hab mich die meiste Zeit über mit Salume unterhalten. Hab aber auch Henriette kennengelernt. Sie kommt aus Berlin und ist die Freundin des Inhabers des Backpackers. Und auch mit den Hippie-Leuten hab ich mich unterhalten. Dabei war nach jedem drittem Wort eine Umarmung fällig, weil ich Deutsche bin, weil Ich Ich bin oder sonst weswegen. War insgesamt halt einfach ne tolle Runde und einfach ein super Tag.
Wieder im Backpacker habe ich ein weiteres Paar – Matthias und Veronica – aus Jo´burg kennengelernt. Sie waren auch bisschen meine Abendbegleitung. Am Abend ist dann wieder Richard aufgetreten. Diesmal wurde ich, zusammen mit den Niedeländerinnen (weswegen auch immer) und dem Freund von Vortag auf die Bühne geholt und wir haben zusammen getrommelt. War wie zu erwarten ein relativ leichter Rhythmus. Aber hat super viel Spaß gemacht.
Port St. Johns war eigentlich mit meine Lieblingsstation auf der Reise (und nebenbei der einzige Ort an dem ich nicht geplant hatte hinzufahren). Ich hatte während der zwei Tage super viel Spaß, hab ne Menge netter Leute kennengelernt (leider keinen Kontakt mehr) und war halt insgesamt toll. Und das Beste – Ich musste weder für die Unterkunft noch für die Bootstour bezahlen, da ich mit Richie da war und er das arrangiert hat.

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