Wieder was erfreulicheres.
Am letzten Wochenende war ich dann mal wieder weg. Hatte Christelle vom dem Paar aus Wilderness geschrieben gehabt, worauf diese mich direkt dazu eingeladen hat, sie am Wochenende zu ihren Eltern nach Kleinmond, ca. 100 km östlich von CT, zu begleiten. John musste zu Hause bleiben, da er Ende des Monats Prüfung hat und lernen musste. Ich wurde von John letzten Freitag abgeholt und wir sind zu ihrem Haus nach Durbanville, in den Northern Suburbs, gefahren. Als erstes wurde mir kurz das Haus gezeigt und dann ging es auch schon los. Die Fahrt war sehr schön. Die Straße, die nach Kleinmond führt, liegt direkt an der Lagune und man hat einen geilen Blick. Christelle und Ich haben uns viel unterhalten.
Bei ihren Eltern angekommen wurde ich erstmal herzlich begrüßt und es wurde die Regel aufgestellt, dass nur Englisch in meiner Anwesenheit geredet werden darf. Dazu muss man wissen, dass die Familie Afrikaans ist, also burenstämmig. Normalerweise reden sie nur Afrikaans und ich musste sie mehrmals daran erinnern, dass sie bitte Englisch reden sollen. Aber inzwischen verstehe ich bisschen was von Afrikaans. So weit entfernt ist es von Deutsch gar nicht und wenn man sich reingehört hat, versteht man vieles. Meine 5 Wörter Dutch, die ich kann, haben auch weitergeholfen (Fietse und Taal z.B.)
Es gab Abendessen und dann ging es auch schon wieder los. Christelle, ihr Bruder Stefan, seine Freundin (nicht feste) Natascha und Ich fuhren nach Gordons Bay (bei CT). Dort sollte ein ganz guter Gitarrist auftreten. Ist er auch, aber in dem Club, in dem das ganze stattgefunden hat, war es verraucht, dass die Luft stand. Deswegen haben wir uns nur draußen hingesetzt und was getrunken. Da es aber allen nicht so wirklich super gefiel, ging es weiter nach Strand. Doch die Hoffnungen dort einen kleinen, schönen Club zu finden, wurden enttäuscht. Also ging es in einen kleinen Pub, um noch was zu trinken. Da die anderen am nächsten Morgen früh raus mussten, ging es anschließend wieder zurück.
Christelle und Ich konnten relativ entspannen. Wir sind beide relativ früh aufgewacht. Gegen 10 Uhr haben wir uns aufgemacht zu den Laden ihrer Eltern. (Sie verkaufen eigentlich Hühnchen, aber hatte eigentlich alles an Fleisch im Angebot) Dort sollten wir theoretisch aufpassen, damit die Mama nicht allein ist, weil der Papa in Hermanus war und Stefan Natascha zur Arbeit bringen sollte. Also wir ankamen, kam der Papa jedoch gerade wieder. Also waren wir nicht lange da. Wir sind noch zum Hafen gefahren, haben Natascha besucht und waren was Essen.
Man hätte eigentlich ziemlich viel machen können, das Problem war, dass das Wetter leider ziemlich schlecht war. Es war völlig bewölkt und hat zwischendurch immer mal geregnet. Christelle hatte die Idee, dass wir einfach nur eine DVD ausleihen und die schauen sollten. Gesagt, getan. „Two Lovers“, ein Drama mit Joaquin Phoenix, war letztlich der Gewinner. War aber nicht so gut, wie der Text versprach. Während wir den Film schauten, kamen die Mama und eine Freundin. Also wurde anschließend mal wieder die Hochzeits-DVD geschaut. (Insgesamt hab ich sie während der 2 ½ Tage 4 Mal gesehen, weil immer jemand anderes da war, der sie sehen wollte. John und Christelle haben ja erst am 19.12. geheiratet und die DVD jetzt erst bekommen gehabt. Ich fands aber nicht schlimm, sie so oft anzuschauen.)
Da sich das Haus nach und nach füllt und es Christelle zu viel wurde, sind wir noch mal losgefahren. Zuerst sind wir nur bisschen rum gefahren. Am Ende sind wir doch am Strand gelandet und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Christelle und Ich haben uns wirklich gut unterhalten über die zwei Tage. Insgesamt waren die Gespräche mit der gesamten Familie ziemlich interessant. Meistens ging es über Gott (sie waren sehr christlich) oder Südafrika (u.a. das Verhältnis zu den Schwarzen, Politik) Hab bei weitem nicht alle ihre Ansichten geteilt, aber es ist schwer mit ihnen zu diskutieren. Ich wollte erstens nicht unfreundlich wirken und zweitens meinten sie eh die ganze Zeit über, dass ich nach 7 Monaten noch keine Ahnung von dem Land hätte und nichts über die Geschichte wisse. Sie hatten teilweise ein paar rassistische Ansichten. Nicht, dass sie jetzt eine Rasse als besser angesehen hätte, aber die Familie war der Meinung, dass sich die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nicht vermischen sollten. Das heißt Schwarze nur Schwarze heiraten sollten, Coloured nur Coloureds und Weiß nur Weiß. Sowie es rüberkam wäre es da sogar noch am besten wenn Afrikaans – Afrikaans stämmige und Englisch-Englisch stämmige heiraten würden. Aber das ist nicht so wichtig. Auch was sie teilweise gesagt haben, fand ich bisschen zu extrem. Aber sie gehören eben zu Buren. Viele Buren haben derartige Ansichten. Ich denke, dass wohl das einer der Gründe sein wird, weshalb die Buren ziemlich verhasst unter den Schwarzen sind. Der zweite Grund ist, dass ihnen die ganze Schuld der Apartheid und für das jetzt immer noch anhaltende Leiden zur Last gelegt wird. Klar stimmt das teilweise, aber die Englischstämmigen haben ebenso von der Apartheid profitiert und nichts dagegen unternommen. Und die anhaltenden Leiden und enttäuschten Versprechungen gehen eher von der Regierung aus. Mandela meinte relativ am Anfang als Präsident, dass bis 2010 jeder in den Townships ein eigenes Haus haben wird. Auch die weiteren Präsidenten haben das nicht revidiert. Jetzt haben wir 2010 und es ist klar, dass auch bis Ende des Jahres nicht jeder Township-Bewohner ein Haus haben wird. Es gibt einfach noch viel zu viele Shacks. Im Moment wird gerade daran gearbeitet, die Reihen entlang der N2 zu „bereinigen“. Südafrika will zur WM unbedingt ein gutes Bild abgeben und Shacks gehören da eben nicht rein. Also werden entlang der Straße (man fährt an den Townships vorbei, wenn man vom Flughafen nach Kapstadt reinkommt) Häuser gebaut und 7 Reihen dahinter, fangen dann die Shacks wieder an. Gerade wird eh alles auf die WM ausgerichtet. Die Straßen werden ausgebaut, bessere Beschilderung und alles. Das Geld, was teilweise verschwendet wird, könnte besser eingesetzt werden. Doch die größte Verschwendung passiert immer noch in der Regierung selbst. Ende des letzten Jahres hat Zuma (aktueller Präsident) eine Luxus-Party für 17 Millionen Rand gefeiert. Ein Haus im Township kostet zwischen 10 – 15 000 Rand. Also kann man damit ausrechnen, wie viele Häuser stattdessen gebaut hätten werden können.
Aber wieder zurück zum eigentlichen Thema. Trotz allem war die Familie super nett. Nachdem die Hochzeits-DVD zu Ende war, sind Christelle und Ich zu ihrem Opa gefahren. Ihr Opa hat Krebs und wohnt gemeinsam mit seiner Frau (also ihrer Oma ) in einer Art betreutem Wohnheim mit angeschlossener Klinik. Die Leute wohnen jedoch nicht zusammen in einem Haus, sondern haben jeder ihr eigenes Haus, in einem abgezäunten Bereich, wo sich halt der Rest befindet.
Vor dem Besuch wurde ich von Christelle gewarnt, dass ihr Opa wahrscheinlich nicht viel mehr als „Hallo“ und „Tschüß“ sagen wird. Wir waren vielleicht 1 ½ Stunden da und wenn nicht gerade wieder Christelle ihrem Opa den Kopf gewaschen hat, hat ihr Opa geredet. Wirklich die ganze Zeit über. Er hat mir bisschen was von seiner Familie erzählt und von seinem Leben. Ich fand ihn voll toll und nett. Und scheinbar hat er mich auch gemocht, weil er eben geredet hat.
Wieder zurück zu Hause, wurde spontan entschieden doch noch nach Hermanus zum Feiern zu fahren. Eigentlich war das schon wieder abgesagt gewesen, aber jetzt wurde entschieden, doch noch zu fahren. Also fertig machen und ab ging es. Der Club in dem wir waren, war für mich etwas komisch. Ich bin es inzwischen von hier gewohnt, einen Mix an Leuten zu haben. In dem Club gab es ledigliche Weiße und dann auch noch in der Überzahl Frauen (an diesem Abend fanden zwei Junggesellenabende von Frauen statt). Die einzigen beiden Schwarzen, waren eine Putzfrau und ein Typ, der die ganzen Flaschen weggeräumt hat. Die Musik war auch nicht so toll. Anfang wurde noch House gespielt (ist hier hauptsächlich so), aber es ging dann in einen schlechten Elektro über. War bisschen schade. Trotzdem hatten wir viel Spaß. Ich hab von Christelle viel ausgegeben bekommen und das verbessert doch gleich den Abend ;-). (Nein. Ich war nicht betrunken.) Insgesamt wurde mir eigentlich alles ausgegeben an diesem Wochenende. Das ist so in Südafrika. Wenn man jemanden zu irgendwas einlädt (auch zum Urlaub oder so), dann heißt das, dass man bezahlt. Jedenfalls ist das so, wenn der eine „reicher“ ist als der andere. Ist eine nicht schlechte, aber manchmal sehr einseitige Sache. Gegen 2 waren wir dann wieder zu Hause.
Am nächsten Morgen haben wir alle entspannt. Eigentlich war geplant in die Kirche zu gehen. Das Problem wäre gewesen, dass der gesamte Service in Afrikaans gewesen wäre und ich da eben nicht so viel von verstanden hätte. Dementsprechend wurde das abgesagt. So gab es dann gegen 1 Uhr ein Festmahl (jedenfalls nach dem, was ich inzwischen gewöhnt bin). Zur Hauptspeise gab es Gulasch mit Kartoffel-Kürbis-Mix und Gemüsereis (Kartoffeln sind hier nur Beilage). Als Nachtisch gab es zwei verschiedene Wackelpudding und einen Vanille- sowie einen Schokopudding, Konnte meinen Bauch also schön vollschlagen. Nach dem Essen ging es dann nämlich schon wieder nach Durbanville und anschließend gemeinsam mit John nach Diep River zurück. Das Wochenende war echt schön und ich hatte sehr viel Spaß und hab sehr viele neue Aspekte und Einsichten in das Leben einer anderen Bevölkerungsgruppe bekommen.
Sonntag, 21. März 2010
Freizeit und sonstige Katastrophen

























































Was ist außerhalb der Arbeit noch so passiert?
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Tina abgeflogen ist, haben wir noch bisschen was zusammen gemacht.
Sie war hier am Wochenende vom 29-31.01. Eigentlich wollten wir weggehen, dann war sie Freitag Abend aber erstmal was essen mit Hakkim. Den Samstag und Sonntag war sie dann bei ihm. Hatte am Samstag Abend auch keine richtige Lust wegzugehen und sie war eh noch bei ihm. An diesem Wochenende (Sonntag auf Montag) haben sie das erste Mal in eines der Autos (der Corsa) vor dem Haus eingebrochen und das Radio geklaut. Tina und Ich hatten uns dann am Sonntag vor dem Botanical Garden in Kirstenbosch wieder getroffen. Dort waren wir gemeinsam Samira, Hanna, Sonja, Isi, Ciri, Aline und Henrike (glaub ich) bei dem Summer Sunset Concert. An diesem Tag ist Lira, zusammen mit zwei anderen Künstlern (RJ Benjamin und HPP oder so) aufgetreten. Danach ist sie wieder mit zu uns und am Montag mit Zug zur Arbeit.
Vor dem Konzert kannten wir alle Lira noch nicht. Aber seitdem läuft ihre CD dauernd irgendwo im Haus. Sie singt eine Mischung aus Soul, Pop und R´n´B und ist eine relativ bekannte Künstlern. Sehr toll fand ich, dass Weiße, Coloureds und Schwarze gemeinsam bei dem Konzert ihren Spaß und gefeiert haben. Das ist echt selten. Sie selbst ist, glaub ich, Xhosa. Sie singt jedenfalls einige ihrer Songs ihr Xhosa (oder sonst Englisch). Das Konzert an sich war auf jeden Fall Spitze und wir hatten alle gemeinsam viel Spaß.
Ich schalte eben zur Werbung: Für diejenigen unter euch, die jetzt auf den Geschmack von Lira gekommen sind und sie live erleben möchten. Hab die Woche herausgefunden, dass sie am 22.Mai (oder so) in Würzburg beim Africa Festival auftreten wird. Also wenn ihr Lust, Zeit und Geld habt, schaut sie euch doch einfach selbst an. (Werbung Ende)
Über die Woche passiert hier relativ wenig, deswegen lass ich die jetzt einfach immer aus.
Am 04.02. haben die letzten 10 Tage für Tina angefangen. In dieser Zeit hat sie bei uns geschlafen und wir haben bisschen was zusammen gemacht. An dem folgenden Wochenende war Tina wieder feiern und kam am nächsten Morgen mit einem so heftigem Kater wieder, dass sie den Tag im Bett verbringen musste und wir abends nicht weggehen konnten. Ich hab inzwischen bisschen was gegen das Weggehen am Freitag. Bin da meistens extrem müde und hab kein Bock. Deswegen war ich nicht mit. (Hilfeeeeeeeeee … Ich werde alt ) Am Sonntag haben wir dann eine Picknick Tasche gepackt, haben Michaela in Rondebosch abgeholt und sind anschließend wieder nach Kirstenbosch gefahren. Dort haben wir uns zuerst den Park angeschaut, um uns dann gegen 5 Uhr in den Konzertbereich zu setzen und zu picknicken. Um Halb 6 hat wie gewohnt, das Konzert, diesmal der Gruppe aKing, angefangen. War nicht schlecht, aber bei weitem nicht so gut wie Lira. Außerdem waren an diesem Tag auch fast nur Weiße da.
Nach dem Konzert ging es direkt weiter nach Clifton. Denn dort ist an diesem Sonntag zum letzten Mal die Band Goldfish aufgetreten und Tina wollte sie unbedingt noch mal sehen. Goldfish sind scheinbar die international bekannteste südafrikanische Band. Jedenfalls spielen sie öfters mal auf größeren Festivals, hauptsächlich in Großbritannien und Spanien. Ihr Musikstil ist Elektro, wobei sie aber live Saxophon, Keyboard und ein E-Kontrabass ein. Hat schon was spezielles und zum Abfeiern war es super. Die Band würde super auf die Loveparade passen. Der Tag war also echt super. Das einzige Negative war, dass mein Rucksack, den ich Club mit hatte (da hatten wir das ganze Picknick Zeug drin und ich wollte mein Portmonnaie und so nicht in der Tasche haben) aufgeschlitzt wurde. Zum Glück muss es so gewesen sein, dass der Typ gestört worden ist, so dass nichts geklaut wurde. Nur mein Rucksack hat jetzt zwei große Schlitze und mein Pullover, der in der Ecke lag, ist auch kaputt. Aber das kann ich noch Verschmerzen.
Während der Woche hat sich Tina größtenteils selbst beschäftigt. Sie hatte sich ein Auto geliehen und ist eben noch mal bisschen rum gefahren. Außerdem sind noch ein paar Freunde von ihr aus Deutschland gekommen und sie haben bisschen Zeit miteinander verbracht. Wir sind auch mal wo hingefahren, aber eben nicht so viel. Donnerstag war sie mit auf Arbeit und so was. Am Wochenende sah es genauso aus wie die Woche zuvor. Freitag ist sie feiern gegangen und kam Samstag dann wieder. Leider gab es einen kleinen Zwischenfall (Probleme mit dem Auto) und so konnten wir an diesem Tag nichts mehr weiter machen und haben zu Hause gechillt. Eigentlich hatten wir geplant am Sonntag an die Westcoast zu fahren, aber durch die Probleme konnten wir das nicht. Stattdessen sind wir nach Kapstadt rein gefahren. Dort hat Tina erstmal das wegen dem Auto geklärt (hatten danach trotzdem keins mehr) und dann sind wir an die Waterfront gegangen. Wir haben einen schönen Tag in den Malls (Victoria & Alfred Mall) und hatten am ende doch noch unseren Spaß. Irgendwann haben wir mit einem Freund von Tina getroffen, waren noch was mit ihm trinken und er hat uns dann nach Hause gefahren. Anschließend hat er Tina mitgenommen, denn eine von den Namibia-Freunden flog mit ihr am gleichen tag nach Hause und sie konnte mit ihr bei ihrem Freund schlafen. Am Montag sind sie dann beide zurück geflogen.
Das kommende Wochenende hab ich nur zu Hause verbracht, da ich keine wirkliche Lust hatte etwas zu machen. Diese Haltung ist bei mir in letzter Zeit bisschen mehr ausgeprägt. Hab derzeit keine richtige Lust was mit den Leuten aus dem Haus zu machen (und sie glaub ich auch nicht auf mich) und jemanden anderes hab ich nicht groß im Petto. Alleine ist auch doof.
Dafür hatte ich ja was am 27. (Samstag) geplant. Das Problem war jedoch, dass ich am Donnerstag krank geworden bin. Da es mir aber am Samstag schon wieder viel besser ging, hatte ich entschieden doch mitzufahren. Also ging es mal wieder nach Kirstenbosch, wo der Soweto Gospel Choir aufgetreten ist. Wenn ich mich recht erinnere, ist das der Chor, der auch bei Final Draw, also der Ziehung der Gruppen für die WM, aufgetreten ist. Sie waren auch echt super. Aber zum einen ging es mir dann doch noch nicht so super und es kam nicht die Stimmung rüber, die in einer Kirche sonst herrscht. Deswegen fand ich es nicht übermäßig toll. Hätte es echt besser erwartet. Aber auch wieder was dazu gelernt.
Zu Hause bin ich dann wieder ins Bett, dass ich letztendlich während der gesamten folgenden Woche inkl. Wochenende nicht verlassen habe. War nur zwischendurch beim Arzt, der mir gesagt hat, dass ich einen Virus habe und mich schonen soll, was ich eben auch gemacht hab.
Inzwischen hab ich immer noch eine Erkältung, die ich mir während der Woche im Bett zugezogen habe. Aber ansonsten ist alles wieder fit. War die letzten 2 Wochen jetzt auch wieder arbeiten.
Jetzt hätte ich doch fast was wichtiges im Freizeit-Bereich vergessen. Spiele seit Februar jetzt Handball in einem Team in Khayelitsha, zusammen mit anderen aus meinem Haus. Leider konnte ich die letzten 3 Wochen nicht gehen, werde aber jetzt wieder anfangen. Macht super viel Spaß und die Leute sind echt cool.
Um noch mal kurz auf den Titel „und andere Katastrophen“ einzugehen. Wie ich geschrieben hatte, wurde Ende Januar das erste Mal eingebrochen und ein weiteres Mal nun Anfang März. Wieder das gleiche Auto, weil es mal wieder niemand in die Garage gestellt hat. Das neue (aber eh schon kaputte) Radio wurde geklaut. Das große Problem war, dass Hanna dachte, dass ihr Schlüssel geklaut wurde. Sie hat ihr nirgendwo gefunden. Also haben wir ein paar Tage in Angst und Angespanntheit verbracht. Gerade an dem Tag, als wir die Schlösser wechseln wollten, wurde der Schlüssel im Rücksitz versteckt, gefunden. So haben die Diebe lediglich die Fernbedienung für die Garage geklaut, bei der wir jedoch den Code ändern konnten, so dass die alte unnütz ist.
Die nächste beinahe Katastrophe (denke ich jedenfalls) ist mir diese Woche am Freitag passiert. Ich kam gerade alleine vom Centre nach Hause gelaufen. Ich hatte meinen MP3-Player in den Ohren (das machen wir inzwischen…). Vor mir lief ein älterer Herr (Ich glaube ein Schwarzer, aber war nicht sicher). Als ich gerade so vor mich geschaut hab, hab ich gesehen, dass er mit seiner Hand in seiner Tasche rumgewühlt hat und im nächsten Moment sah ich einen kleinen Teil der Spitze eines Taschenmessers aufblitzen. Ich bin sofort stehen geblieben und bin auf die andere Seite gegangen, wo gerade ein Weißer aus einem Autohändlergeschäft rauskam (der wirkte auf mich sicherer). Als ich auf der anderen Straßenseite war, hat sich der andere Typ (der Alte) verdutzt umgeschaut und als er mich entdeckt mir schön zugelächelt. Weiß nicht, ob irgendwas passiert wäre, aber auf jeden Fall, war das die sicherste Variante und es ist alles gut gegangen. Zeigt bloß, dass man echt aufpassen muss, wenn man hier läuft. Hab auf jeden Fall einen Schreck davon gezogen.
So eigentlich dachte ich, gestern, dass ich den Blog fertig geschrieben habe. Dann bin ich heute Morgen aufgestanden und bin zur Kirche gegangen. Als ich danach mein Handy angestellt hab, wurde ich direkt angerufen. Bei uns im Haus wurde eingebrochen und ich sollte so schnell wie möglich kommen. Also bin ich nach Hause, wo auch schon die Polizei war und alles aufgenommen hat. Offensichtlich ist letzte Nacht zwischen 12-1.30 Uhr jemand eingebrochen. Aline, Ciri, Isi und Ich haben im Haus geschlafen, Niki im Jungshäuschen, die anderen waren noch nicht da. Geklaut wurde größtenteils elektronisches Zeugs (Laptop, Kameras, Kredit- und EC-Karte von Samira, Geldbeutel, Handtasche, I-Pod. Mp3-Player, USB-Sticks,…) im Wert von ca. 2000 Euro (etwas weniger). Eigentlich war alles vom Samira und Ciri. Im Nachhinein betrachtet hatten wir wahrscheinlich echt Glück, dass niemand aufgestanden ist, denn man weiß nie, was sonst passiert wäre. Das große Problem bei der Sache ist aber auch, dass der Einbrecher wahrscheinlich einen Schlüssel hatte. Jedenfalls gibt es keine Einbruchsspuren. Die Freunde kümmern sich aber jetzt um alles. Sie bezahlen die neuen Schlösser und sorgen dafür, dass die Alarmanlage eingeschaltet wird. Zwar kommt das alles teilweise zu spät, aber besser als gar nicht. Aber zur Zeit geht’s hier wirklich schon ab. Langsam bekomm ich doch ein unbehagliches Gefühl, auch wenn es vielleicht für den Einbruch eine Erklärung gibt. Das muss erst noch rausgefunden werden.
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