Samstag, 20. Februar 2010

24.12.2009 WEIHNACHTEN (Bloukrans Bridge und Port Eluzabeth)



























Dann war Weihnachten. Es hat das erste Mal auf der Reise geregnet. Trotzdem kam keine Weihnachtsstimmung auf (soooo kalt war es dann doch nicht). Ich glaub das ist einer der Gründe weshalb ich Weihnachten besser überstanden habe, als ich anfangs gedacht habe. Es hjat sich einfach mal überhaupt nicht nach Weihnachten angefühlt.
Für den tag hatte ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht. Ich hab den höchsten kommerziellen Bungy-Jump der Welt von 216m hohen Bloukrans Bridge gemacht!
Das sagt eigentlich schon alles. Gegen 10 kam ich an der Brücke an. Ich hab mich angemeldet und wurde gewogen, bekam die ersten Sicherheitsgurte an und dann hieß es erstmal warten. Irgendwann wurden wie dann endlich abgeholt. Der Weg zur Mitte der Brücke ist krass. Zuerst geht man einen Pfad entlang, Um einem herum sind Zäune und „nicht betreten“- Schilder, da es bissige Schlangen gibt. (Sorry fand ich lustig … ) Dann geht es auf die Brücke. Dort hat man die Möglichkeit für 180 Rand mehr (der Sprung alleine kostet 650 Rand – also rund 60 Euro) den sogenannten „Flying Fox“ zu machen, also über den Abgrund zur Mitte zu schweben. Ich habe den Gehweg bevorzugt. Der besteht aus einer einem Stahlgitter, durch dass man in die Tiefe schauen kann. Voll krass. Verständlich, dass da viele Angst kriegen. Ich fands aber irgendwie nur cool.
Auf der Plattform angekommen wurden wir noch mal belehrt und dann wurden die ersten aufgerufen. Ich musste warten und warten. Letztlich war ich als drittletzte von17 Leuten dran. Jeder Sprung dauert ungefähr 7 Minuten. Als erstes gab es ein paar Probleme mit dem Kamerasystem. Letztlich fehlt auch der Teil auf dem Video, auf dem zu sehen ist, wie man hochgezogen ist. Eigentlich schade. Aber naja .. wenigstens was. Man konnte die ganzen Sprünge der anderen auf einen Monitor verfolgen. Auf der Plattform ging bisschen die Party ab – jedenfalls von der Crew aus. Die Springer sahen doch teilweise sehr verängstigt aus.
Dann war ich endlich dran. Während mir alles angelegt wurde. Hatte ich doch ein bisschen Schiss. Als ich am Abgrund stand, ging es dann wieder. (Geiler Ausblick, bloß nicht nach unten schauen) und dann wurde von 5 runtergezählt. Eigentlich wollte ich richtig abspringen, aber leider hab ich es nicht ganz geschafft, so dass ich einfach nur gefallen bin. (Wenn man sich nicht selber fallen lassen würde, wird man geschubst) Während des Fluges hatte ich irgendwie wieder extrem Angst. Man wartet einfach nur darauf, dass sich das Seil wieder spannt. Man fliegt einfach, spürt nichts und dabei kann man halt auch mal Angst kriegen. Die längsten 5 Sekunden, die es geben kann.  Auf einmal wird man wieder nach oben gerissen. Ich „stand“ fast aufrecht. Und wieder nach unten, weiter 2-3 Sekunden freier Fall, inzwischen schon mit einem besseren Gefühl. Das ging noch 3-4 weitere Male so. Dann hing man erstmal kurz. Das war das geilste irgendwie. Einer der Crewmitglieder wird nach unten abgelassen und bringt einen in eine sitzende Position. Bei mir hat es etwas länger gedauert (obwohl ich Anweisungen befolgt hab) und ich hatte erstmal den Fuß des Typen im Gesicht. Aber – never mind. (mir fällt gerade kein passender deutscher Ausdruck dafür ein)
Ich wurde nach oben gezogen. (Dummerweise haben meine Augen getränt und jeder dachte ich würde heulen. War nervig .. ) Das Gefühl dann wieder oben zu stehen, zu wissen gesprungen zu sein, war dann einfach unbeschreiblich geil.
Die letzten beiden Springer sprangen noch und wir wurden zurückgebracht. Dann hieß es mal wieder warten bis ich die Fotos und das Video abholen konnte. Hab mir außerdem noch ein T-Shirt gekauft.
Insgesamt ne geile Erfahrung.
Nach dem Sprung bin ich weitere 200 km gefahren, um den Abend mit Bettina in Port Elizabeth zu verbringen. War sehr schön. Eine Norwegerin und wir beide sind in einem Restaurant am Strand essen gewesen. Hatte eine schöne kleine Schneemannkerze da und es war einfach total gemütlich und schön.
Der Tag war also insgesamt einfach geil. Mal ein komplett anderes Weihnachten. Ich ziehe es auf jeden Fall aber vor, Weihachten mit Schnee und Kälte zu haben. So hat es sich überhaupt nicht nach Weihnachten angefühlt. Dabei haben die Südafrikaner aber schön die westlichen Traditionen übernommen. Überall diese Weihnachtslichter, der Weihnachtsmann ist viel zu dick angezogen und überhaupt. Aber ist auch ne Erfahrung.

So dass wars für heute …  Jetzt muss mich niemand mehr über mein Weihnachten ausfragen. Wie ihr seht, war es anders, aber trotzdem schön. Und ich war letztlich doch nicht allein.

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