So und weiter geht’s.
Von Oudtshoorn ging es erstmal nach George, der „Hauptstadt“ der Garden Route. Es war Sonntag. Leider hatte ich das vorher nicht bedacht. Die Stadt an sich war jedoch (wie fast alles hier sonntags) ausgestorben. Zwar hatten ein paar Geschäfte offen, aber die kann ich mir auch in Kapstadt anschauen. Nachdem ich die Touristeninformation endlich gefunden hatte, dachte ich, dass ich mir jetzt das wichtige anschauen kann. Doch leider wurde daraus nichts, da auch die Tourinfo zu hatte. So hab ich letztlich nur die Haupteinkaufstraße und die erste „Dutch Reformed Chruch“ gesehen (die jedoch nur von außen, da sie auch geschlossen war!). Eigentlich soll es noch einen Baum geben, an den früher Sklaven angebunden waren und jetzt noch Metallschlaufen eingewachsen sind.
Jedenfalls ging es nach dieser kleinen Enttäuschung nach Wilderness. Mein Backpacker „The Wild Farm“ lag oben auf einem Berg. Erstmal alles ausgepackt und dort gechillt. Irgendwie war wieder mal gar nichts los. Dafür genoss ich die wundervolle Aussicht und den Gemüsegarten, in dem man sich kostenlos bedienen konnte. Nach 2 Stunden entschied ich mich noch mal den Berg nach unten zu fahren und mir Wilderness anzuschauen. Das einzige was es dort gab, ist ein großer National Park. Direkt am Strand (der Teil davon war) standen Bonzenvillen. War nicht ganz so cool. Dazu gab es noch einen See, wo die „Party der Schwarzen“ (haben dort eben gebadet und gegrillt, etc) abging. Hab mich bisschen dort hingesetzt und beobachtet. Nach 2 Stunden ging es zurück zum Backpackers. Da ich mich nicht wirklich wohl und willkommen gefühlt habe und mir endlangweilig war, entschied ich in dem Moment weiter nach Knysna zu fahren. Also alles abgebaut und los ging es. Dann kam die Ernüchterung – Break Down des Autos.
Also hieß, wie schon geschrieben, erstmal warten. Währendessen war ganz interessant. In der ganzen Stadt waren erstmal keine (oder kaum) Schwarzen oder Coloureds unterwegs (das ist an der Garden Route bisschen unnormaler als in Kapstadt). Stattdessen gab es irgend so eine kirchliche Veranstaltung (singen, Bibel lesen,..) mit nur Weißen auf dem „Green Wilderness“, einer Grünfläche mitten im Dorf. Fand ich irgendwie cool.
Als ich endlich abgeholt wurde, hab ich erstmal das neue Backpacker (The Fairyknow BP) begutachtet, mein Zelt wieder aufgestellt und den Abend an der Bar verbracht. Am nächsten Tag konnte ich nicht so viel machen. Das Backpackers lag 3 km außerhalb von Wilderness und ich hab ja eigentlich die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Mechaniker kommen. Irgendwann kam dann der Anruf, dass diese selbst einen Breakdown haben und es noch etwas dauert.
Gegen 3 Uhr irgendwann kam der BazBus an. Der BazBus ist ein Bus, der entlang der Ostküste bis nach Jo´burg von Backpacker zu Backpacker fährt. Eigentlich ein echt guter Einfall, aber ziemlich teuer. Jedenfalls traf mit dem Bus Bettina ein. War lustig. Zusammen sind wir nach Wilderness gelaufen und haben uns Abendessen geholt. Auf dem Rückweg wurden wir auf einmal von irgendeinem Paar gegrüßt. Wir hatten keine Ahnung wer das ist, aber sie meinten, dass wir im gleichen Backpackers wären. Als wir dort wieder ankamen, waren sie auch da. Wir haben uns bisschen unterhalten. Die beiden heißen Christelle und John und kommen hier aus Kapstadt. Wollte mich eigentlich mit ihnen treffen, habs bloß bisher leider noch nicht wieder geschafft.
Mit ihnen hab ich dann den Abend geschafft. Ich hab ein paar Drinks und ein paar Runden Pool (Billard) ausgelegt bekommen. Zum Abendessen gab es dann doch nicht das eingekaufte, sondern Bettina und Ich wurden von einer Familie aus Jo´burg zum Paella essen eingeladen. War lecker. Irgendwann nachts hab ich dann noch Chicken Wings am Spieß von Christelle und John bekommen. Letztlich war es doch ein schöner Abend. Gegen ein Uhr bin ich ins Bett, um um dreiviertel 3 wieder aus dem Bett geklingelt zu werden, weil die Mechaniker da waren.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Knysna.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen