So Leute ich werde von den einzelnen Stationen waehrend des Urlaubs unabhaengige Posts machen, sonst wird es auf einmal sicherlich zu viel. Deswegen hier die ersten beiden.
(Fotos gibt es spaeter)
Mein Zwischenseminar war eigentlich ganz schoen. Wir (Kathi, Aline, Sonja und Ich) fuhren am 04.12. gemeinsam mit dem grossen Bulli von Kathi und Sophie (sie haben sich den zusammen gekauft) gemeinsam mit dem Kaefer von Magret, Lukas, Fayette und Anton nach Hermanus ins Camp Hill. Dort waren auch schon die 3 Bap(humelele) Leute, sowie Camp Hill Leute von unserem Seminar. Am Abend sollten auch noch 4 Leute aus Namibia eintreffen. Sie hatten ein paar Probleme bei der Einreise, weswegen sie zu spaet kamen. Bettina, von den Freunden aus Deutschland und John, unserer Koordinator in Suedafrika sollten das Seminar leiten. Es ging los mit einer Begruessungsrunde, wo wir kurz sagen mussten, wie wir heissen, unserer Erwartungen und Befuerchtungen vom Seminar und etwas, was uns speziell macht. Dann ging es weiter mit der Vorstellung der einzelnen Dienststellen. War ganz interessant, was die anderen so tun haben, wie sie leben, etc. Dazu mussten wir auch ein Rollenspiel vorbereiten.
Am zweiten Tag sollten wir zwei Kurven erstellen – eine die den Verlauf im Arbeitsalltag beschreibt und eine ueber den persoenlichen Verlauf. War auch super interessant, auch wie sich einiges hier unter den Centre-Leuten ueberschnitten hat. Ausserdem mussten wir uns Gedanken darueber machen, was zu der Zeit die zentrale Frage fuer uns war. Abends haben wir alles drei dann vorgestellt. Nach dem Abendessen gab es noch eine tolle Extra-Einheit. Wir haben Drum-Session mit Mzwai, einem Freund von John, gehabt. War echt geil.
Am Montag, den 06.12., war das grosse Thema Suedafrika. Es ging um die Apartheids-Geschichte. Wirklich interessant dabei war der Unterschied von Johns (weissem) Leben und Mzwais (schwarzem) Leben. Mzwai hat uns spaeter auch noch was ueber die Traditionen und Rituale von Xhosas gesprochen. War echt ein super Tag. Abends hatte ich zuerst ein persoenliches Gespraech mit Bettina , danach gab es den Film „Goodbye bafana“ anzuschauen. Fand den nicht so interessant und toll, wie ich davor immer gesagt bekommen habe, aber trotzdem nicht schlecht. Anschliessend sassen wir alle gemeinsam am Feuer, haben uns unterhalten und gechillt.
Der naechste Morgen begann frueh. Wir fuhren in zwei Transporten an die Waldorfschule nach Hermanus. Dort haben Kinder und Erwachsene (u.a. aus dem Township, aber auch vom Camp Hill usw.) das Weihnachtsspiel aufgefuehrt. War nicht so toll, aber es war das erste Mal, dass sie das gemacht haben und man hat auf jeden Fall die Bemuehungen, die dahinter gesteckt haben, gesehen. Es gab aber insgesamt nur 8 Proben und nie eine gemeinsame (eben Suedafrika…). Ausserdem gab es an dem Abend, bevor wir gekommen sind, einen grossen Autounfall von Freiwilligen aus dem Camp Hill, in dem u.a. auch der „Josef“ verwickelt war und so nicht spielen konnte.
Nach dem Weihnachtsspiel ging es an den „Grotto-Beach“. Dort hab ich einen langen Strandspaziergang gemacht und mich etwas verbrennen lassen. Wieder im Camp Hill gab es eine kleine Diskussion zum Thema „Kommunikation, Probleme und Konflikte“. Dazu gab es ein Spiel. Eine Gruppe von Leuten musste bis auf einen nach draussen gehen. Den restlichen (Zuschauern und dem letzten verbliebenen) wurde ein Bild gezeigt. Nacheinander wurde die anderen jeweils alleine reingerufen und ihnen wurde das Bild erklaert. Der Letzte musste es dann malen. Gezeigt werden sollte, wie sich die Bildbeschreibung veraendert hat, wie immer mehr Details ausgelassen wurden und alles vereinfacht wurde. War lustig.
Abends gab es wieder eine gemuetliche Runde am Feuer mit Grillen. Ich bin aber relativ frueh ins Bett, da ich einer von den Frewilligen, die im Camp Hill arbeitet und trotz Seminars arbeiten mussten, eigentlich helfen wollte. (Sie arbeitet auf der Farm und ist in ihrem Haus Hausmutter gewesen, hat aber jetzt abgebrochen, weil zu stressig war.) Letztendlich wurde es mir aber von Bettina mehr oder minder verboten, da nichts versichert war, wenn irgendwas schief gelaufen waere.
Am letzten Tag gab es eine Feedbackrunde. Einerseits ging es um ein generelles Feedback zu den einzelnen Themen und Abschnitten vom Seminar. Andererseits sollten wir uns gegenseitig Feedback geben. Wir hatten alle einen Zettel auf dem Ruecken kleben, wo jeder ueber den anderen was schreiben sollte.
Zum Abschluss haben wir den Koechen und Helfern noch „Es ist ein Ros´entsprungen“ gesungen, als Dank fuer ihre die nette Bekochung und sonstige Bewirtschaftung.
Nach dem Essen bin ich mit dem offiziellen Transport nach Kapstadt zurueck gefahren. Hatte mich auf dem Seminar mit dem einem Maedel – Martina – super gut verstanden. Sie ist eine von Namibia- Freiwilligen und hatte im Voraus ein Zimmer im Backpackers reserviert. Da aber Krister (arbeitet mit ihr zusammen) nun bei uns im Haus schlafen sollte und Martina das Zimmer nicht verfallen lassen wollte, bin ich zusammen mit ihr in die Stadt. Hatten einen echt netten und schonen Abend, haben uns super unterhalten. Am naechsten Morgen waren wir noch kurz shoppen und anschliessend hab ich sie zum Bus geschafft und bin Heim gefahren.
Alles in allem war es ein echt schoenes und interessantes Seminar. Wir hatten viel Spass und hab nette Leute (Martina und Lotte ) kennengelernt. War gut ueber die bisherige Zeit nachzudenken!
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