Freitag, 30. Oktober 2009

Schon am Dienstag geschrieben ....

Erstmal Entschuldigung Leute, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Es ist nicht so, dass nichts passiert, aber ich hatte einfach keine Lust und keinen Nerv irgendwie was am Computer zu verfassen. Deswegen mussten diejenigen unter euch, die mit mir nicht im Mail oder sonstigem Kontakt stehen, leider bis heute warten. (ihr dürft mich übrigens jederzeit anschreiben – für die, die Mail-Adresse haben, per Mail, für die Forumser unter euch auch per PN, schau regelmäßig nach ;-) )

So und nun zum Wesentlichen. Viel Spaß beim Lesen – ist etwas länger geworden.

Ich beginne mal mit meinem bisherigen Xhosa-Unterricht, da ich damit ja aufgehört hatte.
Die erste Stunde am 08.10. verlief etwas komisch. Wir haben eigentlich nur ein paar Wörter und Sätze, die brauchen (könnten), vorgesetzt bekommen, aber nichts irgendwie zum Hintergrund erfahren. So haben wir ihr das auch gesagt. Nach einer langen Diskussion untereinander, wurde dann auch beschlossen, dass wir die Sprache von Grund auf (also die Basics) lernen wollen. Außerdem haben wir uns dafür entschieden, zweimal pro Woche Unterricht zu machen (Montags und Donnerstags). Die nächsten Stunden waren dann schon viel besser. Beim ersten Mal hab ich zwar gar nichts verstanden (ist auch relativ schwer), aber inzwischen kann man schon mal ein paar wenige Sätze allein aufstellen. An sich macht es auch echt Spaß, man müsste aber die zeit (und auch die Lust) finden, sich abends hinzusetzen und noch mal alles durchzugehen. Dann würde man wahrscheinlich noch mehr verstehen. Hab es mir aber spätestens für das Wochenende vorgenommen.

Die Wochen verlaufen hier immer relativ gleich. Morgens fahren wir zur Arbeit, dort sind wir bis ca. 14.30 Uhr und dann werden wir entweder ins Centre oder nach Haus gebracht. Bisher war es so, dass wir einen Transporter für 14 Leute hatten, der eine Fuhre um 7 Uhr abgeholt hat und eine gegen 9 Uhr. (Ich war seit ich in Noluthando bin, glücklicherweise in der ersten. Da kam man nämlich dementsprechend auch früher heim) Seit Montag hat sich da jetzt was geändert. Niki (aus meinem Haus) und Jonas & Mario (Lakeside) haben sich jeweils ein Auto geholt und fahren jetzt selbst. In Lakeside arbeiten 5 Leute in der Schule und 2 bei mir im Kindergarten (eine Querstraße von der Schule entfernt). Bei uns arbeiten 2 in meinem Kindergarten (wer hätte da gedacht, unter anderem Ich ;-) ) und 2 in der Schule. Außerdem noch eine (Fayette) für die Schule aus Plumstead. Wir und Fayette fahren mit Nikis Auto. Die restlichen Leute werden jetzt mit dem Transporter gefahren. Dadurch fahren wir jetzt alle gegen 7 Uhr los und sind relativ früh zu Hause, so dass man danach auch noch was machen kann. (Geschäfte machen doch schon 6 Uhr zu…)
Auf Arbeit hat sich auch nicht viel geändert. Wobei unser drittkleinster läuft jetzt und hat den ersten Schritt allein auf mich zugemacht.  Voll süß wie er jetzt rumtapst … Ansonsten die Größeren (als die drei kleinsten) essen jetzt, bis auf unseren Neuankömmling, allein. Hab also nichts mehr zu tun mit Füttern, jedenfalls beim Mittagessen nicht. Es ist immer noch schwierig irgendwas mit den Kiddies zu machen oder sie einfach mal raus zu kriegen (auf Grund der fehlenden Erlaubnis der Erzieher). Aber da bin ich noch dran das zu ändern. So spiele ich während der Freizeit weiterhin Klettergerüst und ärgere die Kleinen bisschen. Sie fahren voll darauf ab, wenn man sie kitzelt oder hochhebt ;-)
Mehr passiert eigentlich nicht. Montags, Donnerstags und Freitags werden wir dann anschließend ins Centre gefahren. Montag und Donnerstag eben wegen der Xhosa-Stunden und am Freitag haben wir Craft (Handarbeit). Die Kids freuen sich total über die Bälle, die wir bisher gemacht haben. Mit den Decken und Kissen, haben sie bei mir bisher noch nicht so viel anfangen können, außer, dass man die Kissen auch zum Fußball spielen benutzen kann. Aber bin gerade dabei die ein bisschen einzuführen.

Die Nachmittage verbringe ich meistens zu Hause ohne irgendwas besonderes zu machen. Musik hören oder Lesen meistens … oder „Scrubs“ (wer es nicht kennt – eine Arztserie aus den USA, von denen Paul die 5 Staffeln mit hat und jetzt hier jeder schaut) schauen. Einmal war ich in Claremont – ist aber nicht so cool Es gibt mehrere große Malls, aber eher teurere Klamotten. Der Stadtteil gehört aber auch bisschen zu den besseren (wobei es nicht so aussah um den Bahnhof .. ) Aber war trotzdem wenigstens mal was ;-)

An den Wochenende passiert dann schon mehr. Deswegen erzähle ich lieber darüber.
Das Wochenende vom 10-12.10. begann mit Hannas Geburtstagsfeier am Freitag. Unsere ganzen Freiwilligen, plus die Freiwilligen aus dem Camp Hill West Coast, Baphumelele und Stellenbosch Waldorf Shool waren hier. Ergänzt durch zwei Namibianerinnen, die Niki und Leo im Zug aufgegabelt haben und unserer Studentin+Freund – also ingesamt so ca. 50 Leute. Die Party an sich war ganz schön- Es wurde viel gelacht, viel geredet, viel getrunken (natürlich nicht von mir :-D jedenfalls war ich eine der wenigen, die nicht besoffen oder stark angetrunken waren) und ein bisschen getanzt. War also echt nett. Das ganze ging für mich bis 5 Uhr. Da waren die meisten anderen schon gegangen, bloß unsere 2 Gäste aus Namibia mussten noch auf dem ersten (sicheren) Zug warten, der erst gegen 6 Uhr fährt (wenn es hell ist … der erste wäre gegen 5 Uhr gefahren). War einfach müde. Nach dem Aufstehen war das Hausputz und Schadensbegutachtung dran. Ich schreibe jetzt nicht, was alles fehlt oder kaputt gegangen ist – würde sonst zu lang dauern und es würde ein falsches Bild von uns entstehen. ;-) Der Putz hat den ganzen Vormittag über gedauert (hmmm .. nebenbei ..die 5 Müllsäcke mit Flaschen stehen immer noch im Garten .. )
Den Nachmittag über ging es mir dann immer schlechter. Das Kino, wo wir eigentlich hingehen wollte, wurde auf Sonntag verschoben und ich lag den restlichen tag nur auf Couch bzw. im Bett. Beim Fieber messen kam dann raus, dass ich wieder mal über 39° Fieber hatte und ich krank war. Das ganze hielt sich auch bis Dienstag hartnäckig. Also fiel das Kino am Sonntag aus. Hat mich da etwas angenervt, weil ich schon als ich mir das letzte Mal was vorgenommen hatte (der Fußballspiel Deutschland-Südafrika) krank war und jetzt wieder. Wollte eigentlich endlich „My sister´s keeper“ (Beim Leben meiner Schwester) schauen, weil ich auf den Film schon seit ich weiß, dass er rauskommt, gewartet habe. Aber nichts wars …. Damit war das Wochenende auch schon vorbei.
Am darauffolgenden hatte ich mir viel vorgenommen. Eigentlich sollte an dem Freitag Abend Braai (Grillen) mit Helen, Rhonda, John und allen „wichtigen“ Leuten hier statt finden, aber es kam leider etwas dazwischen. Deswegen war ich den Abend aber daheim.
Am Samstag Morgen habe ich mich allein auf dem Weg in die City gemacht. Wollte ein bisschen was besorgen, damit manche Leute ihr Geburtstagsgeschenk rechtzeitig bekommen (hiermit mal Grüße an Johanna ;-) ) und auch so noch bisschen was. Dafür war ich zuerst auf der Long Street im Pan African sowie dem African Women Market. Beides sind Häuser, in denen sehr viele (ca. 50) Stände sind, an denen man typische afrikanische und südafrikanische Dinge kaufen kann. Es gibt sehr viel schönes Zeug, aber natürlich auch viel Schrott (irgendwie). Muss man echt aufpassen. Das coole ist, dass die Preise verhandelbar sind und man gleiche Dinge einen Stand weiter, dann eben günstiger bekommt. Je nach dem wer schneller ist.
Nachdem das erledigt war, bin ich weiter. Theoretisch wollte ich mir die National Library anschauen. Leider war sie geschlossen und hat nur während der Woche geöffnet. Deswegen bin ich in die „Companys Gardens“ gegangen, die sich direkt hinter dem Gebäude der Library befinden. Ist echt schön da, war aber nur ganz kurz drin und bin dann weiter. Da die St. Georges Cathedral auch zu hatte, bin ich auf der Long Street weiter Richtung Waterfront gelaufen. Dabei habe ich entdeckt, dass ganz am Ende der Straße sich die „Deutsche evangelische Lutherkirche“ befindet. Fand ich echt lustig, aber auch irgendwie cool. An der Waterfront angekommen, bin ich erstmal zum Green Point Stadium (das WM-Stadion für nächstes Jahr) gelaufen. Auf dem Weg dahin hab ich einen riesigen Musikladen entdeckt und insgesamt ist die Waterfront echt schön. Am Stadion hab ich ein paar Fotos geschossen, konnte aber leider nicht wirklich nah ran, da alles noch eine einzige große Baustelle ist. Es ist noch nichts fertig, aber sieht schon relativ weit aus. Bin ja gespannt ob alles wirklich fertig wird. Als ich mit den Fotos fertig war, bin ich dann wirklich direkt am Wasser lang gelaufen. Cool waren die afrikanischen Tänzer, sowie die eine Musikgruppe aus Cello (wie eine Gitarre gespielt und nur mit 3 Saiten), Saxophon, Akkordeon, Trommel und Tamburin. Was lustig, aber komisch war, waren die drei Oktoberfest-Biergärten, allen voraus der Paulaner München Biergarten. Ich wusste, dass dort Oktober-Fest ist und wollte mir das anschauen, deswegen war ich u.a. an der Waterfront. Hab aber nur mal kurz bei dem einem vorbeigeschaut und die anderen von außen gesehen, fand nicht so cool, was ich gesehen hab. „Schlimm“ waren die 10 Bayern, die mir entgegen kamen – schön in Lederhosen und Dirndl und mit richtig schlimm bayrischen Akzent. Aber ok, das musst erwarten. (Es gibt hier eben extrem viele Deutsche. Deutsch ist auch die viertmeist gesprochene Sprache in Kapstadt) Anschließend ging es nach Hause. Dort angekommen habe ich spontan entschieden mit den anderen (nicht allen) nach Kalk Bay ins Restaurant zu fahren. Zuerst waren wir in einem kleinen Pub, um was zu essen. Dort hat auch gerade eine Band gespielt. War richtig cool. Danach sind wir weiter ins „Cape to Cuba“ gezogen. Es gibt ja eins auf der Long Street und das ist ein weiteres, eben direkt am Meer gelegen und voll chillig. Fand ich aber echt cool. Direkt am Anfang haben wir uns zu einer Gruppe von Coloureds gestellt und den restlichen Abend bin ich nicht mehr weg. Hatte echt ein paar gute Gespräche und am Ende hatten wir alle eine Mitfahrgelegenheit. 
Am Sonntag bin ich früh morgens aufgestanden. Wollte in die Kirche gehen, was ich dann auch gemacht hab. Ich hatte mich vorab für die „All Saints Anglican Church“ – also eine anglikanische Kirche – entschieden. Dachte, dass es dort vielleicht bisschen Gospel gibt. Es gab leider nur ruhige Lieder, aber auf jeden Fall sehr schöne und ich glaub es waren Spirituals. War sehr interessant, wie so der Ablauf dort ist und die Unterschiede festzustellen. (Zum Beten konnte man sich entscheiden zwischen hinknien und stehen. Es gab irgendwie 7 Leute vorne am Altar, die durch den Gottesdienst geführt haben. Die Leute konnten während der Segnungen nach vorne gehen und für ihren Segen bitten, der dann laut vorgetragen wurde. …) Hab es verpasst, dass es für die 13-20 Jährigen während des Gottesdienstes eine so genannte JAM-Session gibt, wo scheinbar über Gott und die Welt diskutiert wird. (Also Jam-Session nicht in herkömmlichen Sinne)
Nach dem Gottesdienst bin ich über den Bäcker zurück nach Haus. Dort haben wir ein großes Frühstück mit Croissants, Brötchen, Kakao, Obstsalat, Saft, Ei, …. veranstaltet. Haben es uns also richtig gut gehen lassen. Als wir alles wieder aufgeräumt werden, sind wir auf zum Strand, denn das Wetter war hammer. So kam ich zu meinem ersten Bad im Atlantik. War voll schön und angenehm. Obwohl das Wasser doch noch recht kalt ist, aber das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Nach dem Baden hab ich noch einen schönen Strandspaziergang gemacht und irgendwann dann wieder zurück.
Das letzte Wochenende (24./25.10) verlief relativ ruhig. Freitag Abend bin ich zu Hause geblieben und war relativ früh ins Bett. Samstag wollten wir an den Strand, waren auch ganze 5 Minuten da. Aber das Wetter hat sich inzwischen wieder verschlechtert und dort es extrem gestürmt und gerade angefangen zu regnen. Also sind wir mit der Bahn wieder nach Haus gefahren. Am Abend haben wir alle zusammen einen Film („Into the wild“) geschaut. Sonntag Vormittag sind wieder zum Strand gefahren . Dort hat es wieder so gewindet, aber wir wollten auch auf einen Markt. Laura meinte, dass dort eine Art Straßenfest ist, wo u.a. Second Hand Klamotten verkauft werden. Wir haben auch einen Markt gefunden, aber leider war es der falsche. Aber war auch ganz schön, bloß halt nicht, dass, was wir erwartet hatten. Abends sind Isi, Ciri, Paul, Sonja, Hanna und Ich ins Kino. Hanna, Sonja und Ich wollten nun wirklich den Film schauen – und was passiert? Er kommt nicht mehr! War nicht so cool. Stattdessen sind wir dann in „The ugly truth“ gegangen. Typischer Mädchen-Hollywood-Film, aber gar nicht mal so schlecht.  Bloß eben vom Anfang an voraussehbar.

Ansonsten ist nicht so viel passiert.
Was „Außerordentliches“ war unser Massage Workshop am letzten Freitag (23.). War ganz cool. Waren in einer kleinen Gruppe von 11 Leuten und haben uns gegenseitig unter Anleitung massiert. Eben das, was wir mit den Kindern machen sollen. War interessant und cool.
Danach waren wir am Strand und waren trotz „akuten“ Hai-Alarms im Wasser baden, aber natürlich nur im Seichten. 

Aber wir haben es inzwischen eh mit kleinen Tierchen. Also Flöhe haben wir ja schon länger, aber die Mittel helfen irgendwie nicht. Dazu kamen jetzt noch Mücken. Ich kann meine Mückenstiche nicht mal mehr zählen … ;-)
Dann noch eine Maus, die uns immer mal besucht, ein Eichhörnchen, was scheinbar sehr gern Spülmittel ist und seit neustem auch noch 2 (inzwischen tote) Kakerlaken. Die Spinnen dürfen auch nicht fehlen. Zum Glück nur Kleine … Aber: Es nervt tierisch. (im wahrsten Sinne des Wortes)

So das reicht jetzt erstmal. Ich nehme mir vor, doch wieder öfters zu schreiben, sonst habt ihr so viel zu lesen. Ich versuche ein paar Fotos hochzuladen und freue mich, wie immer, über Kommentare.

Grüße aus dem warmen Kapstadt
Louise

PS: Doch noch was kleines zum Wetter hier. An sich war die letzten Wochen über Sonnenschein pur und es wurde echt warm (bestimmt so 30 ° C). Am Wochenende hat es sich dann leicht abgekühlt. In der Nacht zum Montag hat es dann total gestürmt. Es sind auch irgendwie 5 Leute umgekommen. Über den ganzen Montag und Dienstag war das Wetter dann echt komisch. Südafrika hat seinem Namen als Regenbogen-Nation aller Ehren gemacht (obwohl ich zugegebenermaßen keinen Regenbogen gesehen habe). Aber es hat die ganze Zeit über immer mal geregnet oder genieselt, aber das teilweise bei strahlendem Sonnenschein. War also echt komisch …
So nun aber wirklich …

Donnerstag, 8. Oktober 2009

...

Hallo Leute!

Wieder ein Eintrag. Das letzte Wochenende war wieder sehr schön.
Am Freitag Abend ist ein großer Teil von uns weg gegangen. Davor kamen aber noch ein paar von den anderen aus Plumstead, LakeSide und vom Camp Hill West Coast. Der Freund von Laura (unserer Studentin, die jetzt mir hier wohnt) und ein paar Freunde von ihr. Also haben wir zuerst hier ein bisschen gechillt. War echt cool. Als der Großteil weg war, waren nur noch Lukas, Magret, Aline, Kathi, Leo und Ich da. Wir haben noch ein bisschen weiter gechillt und irgendwann bin ich dann ins Bad. Am Samstag war das Wetter echt hammer. Sonne pur und richtig warm. Deswegen bin ich mit den Isi, Ciri, Sonja und Aline an den Strand, wo wir noch ein paar von den anderen getroffen haben. Später kamen auch noch Hanna und Samira. Ein paar sind schwimmen gegangen und ich hab zwischenzeitlich so ein paar Mädels und Typen beim Beachvolleyball spielen zu gesehen. Da Hanna und Leonie auch Lust hatten zu spielen, sind wir zu ihnen gegangen und gefragt ob wir mitspielen können. Die nächsten 4 Stunden haben wir dann gespielt – in 2er und 4er Teams. Hat derbe viel Spaß gemacht. Anschließend sind wir dann nach Haus gefahren. Samstag Abend haben wir nur einen Film geschaut und bisschen geredet, also nichts besonderes. Sonntag begann für einige recht früh und für mich normal gegen 10 Uhr. Nach einem kleinen Frühstück und einen Blick in den Kühlschrank stand dann erstmal Kücheputz auf dem Plan. Der Kühlschrank sah nicht wirklich appetitlich aus und insgesamt – musste einfach sein. Also haben wir das zu dritt gemacht (Samira, Hanna, Ich) und die Jungs waren dafür einkaufen. (Der Rest war nicht da.) Nach 3 Stunden Arbeit, bin ich dann allein zum Strand gefahren, um die Leute, vom Vortrag wieder zu treffen. Zuerst hab ich nur die Leute aus Lakeside getroffen. Wir haben uns etwas eingespielt. Später kamen dann die anderen und wir haben wieder 4 Stunden (ca) Volleyball gespielt. Was genauso lustig wie am Vortag. Letztlich wurden wir dann sogar nach Hause gebracht. War echt cool.
Montag Morgen hieß es dann wieder früh aufstehen. Sogar noch ein paar Minuten früher als sonst, denn Hanna hatte Geburtstag und ist 20 geworden. Deswegen haben wir ihr erstmal ein schönes Frühstück mit Rührei und allem vorbereitet. Wir haben es sogar mit der Zeit hinbekommen. Anschließend ging es dann arbeiten. Die Kiddies haben sich wieder total gefreut. Ist immer echt süß, wenn alle auf einen zu kommen. Nach der Arbeit, als alle zu Hause waren , haben wir dann ein schönes Kaffeetrinken veranstaltet. Es gab – extra für Hanna - Hannah Montana (wie auch immer die geschrieben wird) Törtchen, einen von Hanna selbst gemachten Marmor – Kuchen und den ihr geschenkten Mandel-Kuchen von Kathi. War sehr lecker. Leider wurde die Runde von einer sinnlos Diskussion unterbrochen, die ein bisschen die Stimmung zerstört hat. Zum Abendbrot gab es dann Pizza. 
Dienstag ist nicht so viel passiert. Bei Arbeit habe ich von der einen ein paar Bonbons geschenkt bekommen. Zusammen mit dem Kommentar (von der Mama), dass die Kleine am Vortrag auf einmal Englisch gesprochen har. War voll süß und nett. Ansonsten verging der Tag relativ langsam. Mir ging es nicht so gut und dass hat sich zu Hause fortgesetzt. Eine Neuigkeit gab es, dass wie jetzt 2 Riesen-Boxen haben. Ich mag sie eigentlich nicht so, weil ich es sinnlose finde, aber naja … vielleicht stellen sie sich doch noch als Gut heraus, vielleicht bei unserer Haus-Party am Freitag. Mittwoch ist rein gar nichts passiert. Wir waren nur zu Hause. Haben zum dritten Mal hier „KeinOhrhasen“ geschaut und mehr nicht. ;-)
Heute war wieder Arbeit und jetzt sitze ich gerade im Centre und warte darauf, dass ich (endlich) meine erste Stunde Xhosa bekomme :-) Also bis denne! Gruesse

Freitag, 2. Oktober 2009

Vergessen

Es gibt Fotos

.. von Hermanus

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Hermanus2627092009?feat=directlink

.. von den Kiddies (leider noch nicht mehr)

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Noluthando?feat=directlink

Viel Spass beim Anschauen und auch dort duerft ihr geren kommentare hinterlassen ;-)

Hermanus 26./27.9. und die Woche danach

Heyho!

Schon wieder ist eine doch relativ ereignisreiche Woche rum.
Letzte Woche Dienstag ging es weiter mit arbeiten. Die Kids haben sich total gefreut, dass ich wieder da bin. (So geht es aber immer wenn ich komme, also Mittwoch, Montag und heute was es dasselbe. Voll süß und lustig..) Der Tag an sich ging aber nur bis 12 Uhr, da die Schule eher Schluss hatte und wir dann eben auch abgeholt werden. (Die Schule ist 2 Straßenecken weiter.) Aber ich find es nicht sooo schlimm eher abgeholt zu werden, wenn es nicht immer ist. Auf jeden Fall haben wir den freien Nachmittag genutzt, um an den Strand zu fahren. Eigentlich wollten wir nach Kalk Bay fahren, aber waren dann doch „nur“ in Muizenberg und haben Jonas beim Surfen zugeschaut. Hatte aber trotzdem einen kleinen, aber feinen Strandspaziergang allein.
Mittwoch begann genauso wie Dienstag auch mit Kindergarten. Das „normale“ Programm, diesmal auch wieder nur bis halb 1, da der letzte Schultag vor den Ferien war. Hanna und Ciri aus meinem Haus haben sich extra traditionell angezogen, weil sie ein Fest bei sich in Lukhanyo (anderer Kindergarten) hatten, aber bei uns lief nichts Außergewöhnliches. Das einzige war, dass wir, als wir gegangen sind, jeder ein Stück selbstgemachte Thunfisch Quiche bekommen haben. War saulecker.  Am Abend waren dann ein paar von den Leuten aus Plumstead da und wir haben gechillt und den Film „Der Teufel trägt Prada“ geschaut. (Wir schauen irgendwie andauernd Filme :-D Aber wir haben eben kein Fernseher….
Donnerstag Morgen begann relativ früh, im Angesicht der Tatsache, dass wir theoretisch frei gehabt hätten. Der 24. September ist in Südafrika Heritage Day und damit ein Feiertag. Beim Heritage Day geht es darum das Erbe der alten und traditionellen Kulturen zu erhalten und auszuleben (wie z.B. das der Xhosa). Dafür haben wir zum Beispiel auch die Quiche bekommen und dafür war auch das Fest. Ich weiß nicht, ob in den Townships irgendwas abging, aber kann ich mir gut vorstellen. Bei uns hat man gar nichts gemerkt. Wir hatten stattdessen einen Workshop über den Umgang mit Babies. Geleitet wurde der Workshop von einer Norwegerin, die ca. ein- bis zweimal pro Jahr herkommt und solche Workshops gibt. Es ging darum, was das Baby uns gibt und was wir dem baby geben müssen, besonders im Kindergarten. War schon interessant, aber teilweise bisschen langwierig. Danach bin ich nach Haus gelaufen und war zum ersten Mal in „unserem“ Bäcker. Endlich mal ein leckeres Brötchen, anstatt immer nur Toast. War schon cool. :-D Den Abend habe ich zu Hause gebracht und bin relativ früh ins Bett.
Freitag hätten wir theoretisch wieder arbeiten gemusst, aber wir hatten einen weiteren Workshop. Dieser wurde geleitet von Tobi, einem der Leute, die hier für uns zuständig sind, und ging um (Baby-) Massage. Wir haben ein paar Massage-Techniken gelernt, die wir bei den Kiddies anwenden sollen, damit sie die Berührung bekommen und teilweise um sich zu beruhigen. (Kann für beides verwendet werden). An sich kann man die Massagetechniken aber an jedem anwenden. Ist ganz cool und entspannend. Der Workshop wird auch noch weitergehen. Einerseits kommt Tobi in die Kindergärten, um vor Ort mit uns zu arbeiten und andererseits haben wir ca. einmal pro Monat so einen Workshop, wo wir das an uns gegenseitig ausprobieren. Das ganze dauerte bis ca. 2 Uhr. Da wir danach somit noch genug Zeit hatten, sind Ciri, Isi, Aline, Paul und Ich in die Blue Route Mall gefahren. Das ist echt mal eine schöne Mall (auch wenn das Äußere nicht ganz so scheint). Es gibt viele schöne Geschäfte. Ich habe aber bis auf ein paar Schuhe nichts gekauft. (Aber die Schuhe auch nur, weil sie einen tollen Gitarren Aufdruck hatten. Da musste das einfach sein :-D .. für 7,50 € ) Auf jeden Fall ist es dort echt cool und wir haben das Kino gefunden, in das Paul, Leo, Hanna und Ich vor ein paar Wochen gehen wollten… Der Abend wurde im Internetcafé und mit Bad putzen verbracht. Bis es dann gegen 11 Uhr ins Bett ging. Es stand mein erster Urlaub bevor.

Der Samstag begann um 7.45 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück ging es los zur Bahn, die wir zum Glück gerade noch so bekommen haben. (mit Sprinten  ) In Kapstadt sind wir umgestiegen (nachdem wir erstmal festgestellt hatten, dass unser rausgesuchter Fahrplan vollständig falsch zu sein schien,) und dann ging es weiter nach Bellville. Dort empfing uns eine Art Ghetto, war schon irgendwie krass, aber auch irgendwie lustig. Auf der Suche nach dem Abfahrtsortes unseres Mini-Taxis kamen wir auch über eine Art Markt, wo ein Rastafari (Schwarzer mit Rastas. Ist hier irgendwie so eine eigene Art Religion, laut dem Reisführer) irgendwelche Knollen und Wurzeln verkauft hat, von denen er meinte, dass man sie rauchen kann. Wir mussten so darüber lachen, dass so was einfach mal eben in aller Öffentlichkeit angeboten wird. Wir haben es aber doch gelassen  Weiter ging es. Nach einer kurzen weitern Suche, hatten wir das Taxi dann endlich gefunden und mit uns war es zum Glück auch voll, so dass wir relativ schnell los fahren konnten. Gleich in Kapstadt standen wir im ersten Stau und am Ende noch mal. Das war nicht ganz so cool. Etwas anderes außergewöhnliches war die Polizei-Kontrolle auf der Strecke. War zwar eine ganz normale Kontrolle, wie wir sie in Deutschland auch kennen (die Erste Hilfe – Box hat gefehlt, wo für auch Strafe bezahlt werden musste), aber hier sind solche Kontrollen eigentlich nicht üblich und es war sehr Zeit aufwendig. (Mindestens eine halbe Stunde..) Nach 4 Stunden Hinfahrt kamen wir dann endlich in Hermanus an. Als erstes haben wir nach unserem Backpackers Ausschau gehalten. Obwohl ich nur einen kleinen Ausschnitt aus einem Routenplaner angeschaut hatte, konnt ich mich doch einigermaßen orientieren und nach einem kurzen Spaziergang waren wir auch schon da. Schon beim reinkommen, gefiel uns die Atmosphäre. Die Leute waren echt cool drauf und nett und die Zimmer waren richtig geil. Endlich ein ordentlich breites (normales) Bett mit dicker Matratze und dicker Decke. Im Gegensatz zu unserem zu Hause kein Vergleich. Wir haben nur kurz unsere Sachen abgelegt und dann ging es auf Richtung „Festivalgelände“ entlang der Küste. Das ganze dauerte nur 10 Minuten, aber während dieser zeit haben wir schon die ersten 3 Wale gesehen. War schon was cooles. Leider war das Wetter nicht wirklich berauschend. Es zog sich immer weiter zu und fing auch bald zu regnen an. Wir haben uns aber nicht ablenken lassen und sind weiter gegangen. Im Handwerks-Zelt haben verschiedne Händler ihre Waren angeboten. Waren schöne Dinge mit dabei, aber jetzt nicht so tolles, dass man es unbedingt holen müsste. Anschließend haben wir uns erstmal gestärkt und waren danach für den Abend einkaufen. Ich habe den Einkauf danach ins Backpackers geschafft, während die anderen die Küstenlinie noch weiter abgegangen sind. Ich bin dann wieder zurück und habe mir die weiteren Zelte aufm Gelände angeschaut. Im Musikzelt hat gerade irgendeine Cover-Band gespielt und man kam nicht mehr rein, also bin ich nur kurz durchs „Fress-Zelt“ und an dem traditionellen Markt vorbei. War aber fast nichts mehr los, weshalb ich nur noch mal kurz die Umgebung abgecheckt habe und dann zurück zu den anderen ins Backpackers. Dort hatten wir eine Bar mit kostenlosem Billard und Shisha Rauchen. Also haben wir alle gemeinsam dort gechillt (die Plumsteader, die mir ihrem Auto da waren und eigentlich im Zelt schlafen wollten, waren auch da. Am Ende haben 3 von den 5 Leuten mit im Backpackers gepennt, weils in ihr Zelt geregnet hatte). War echt ein schöner Abend. Wir haben uns mit anderen Deutschen (waren doch schon viele) und ein paar anderen Leuten unterhalten. Gegen Mitternacht sind Isi, Fayette und Anton noch mal los, um in einen Club zu gehen. Soll aber echt shit gewesen sein. Wir waren noch kurz in der Bar, sind dann aber bald ins Bett. Ich bin am Sonntag dann um 7 aufgestanden, um auch bisschen was von der Stadt mitzukriegen. Ich bin aber nur den Küstenstreifen lang gelaufen. Obwohl das Wetter besser war, schienen die Wale noch zu schlafen. Hab zwar doch noch den einen oder anderen Wal gesehen, aber eben nicht so viele. Insgesamt war es aber ein schöner und gemütlicher Spaziergang am Meer entlang. Vor allem Dingen auch entspannend, wenn man niemanden um sich herum hat und eben dazu die wirklich absolut geile Landschaft um Hermanus. Nach 2 Stunden am Meer, hab ich noch mal die Stadt angeschaut – sehr beschaulich. Außerdem hab ich mir endlich ein Xhosa -Englisch Wörterbuch geholt. Das hatte ich schon länger vorgehabt, aber die, die ich bisher gefunden habe, wären zu schwer und zu teuer gewesen. Mein jetziges ist aber ganz cool, nur so Heft mäßig und es hat anstatt 30 nur rund 7 Euro gekostet. Hilft trotzdem weiter. Nach dem Spaziergang bin ich zurück in Backpackers, denn dort en gab, im Preis inbegriffen, Frühstück. Dieses bestand aus Toastbrot (das billigste und eigentlich einzige Brot, das wir hier essen), Marmelade und Butter. Aber besser als gar nichts und dazu eben im Preis mit drin. Als wir fertig mit frühstücken waren, haben wir uns aufgemacht. Da niemand mit mir mit wollte, bin ich allein ins Musik-Fest-zelt gegangen, denn dort ist ein Gospelchor aufgetreten. Ich fands echt schön, aber leider mit einer halben Stunde viel zu kurz. Sehr interessant war auch der Unterschied im Publikum. Die weißen Zuschauer saßen einfach nur da, relativ teilnahmslos, und die Schwarzen und Coloureds sind schon ziemlich abgegangen. War schon cool. Ich will auch unbedingt einmal zum Gottesdienst ins Township, dort soll es auch wirklich geil sein. Mal sehen, wie ich das mache. Nach dem leider will zu kurzen Auftritt, hab ich mich wieder mit den anderen getroffen, wir haben uns gestärkt (Ich mich mit einer traditionell deutschen Currywurst. Musste einfach sein. Ich fand das so lustig, dass es die dort gibt) und danach mit Melanie (auch eine von uns Freiwilligen, die schon ein Jahr im Camp Hill Hermanus war) zum Abfahrtsort der Mini-Taxis. Zu unserer Überraschung stand jedoch keines da. Auf Nachfrage haben wir dann erfahren, dass die heute nur ab Nogation fahren. Das Problem war, dass weder einer von uns, noch jemand von den Leuten, die Melanie dort kennt, Nogation kannte. Glücklicherweise kam in dem Moment gerade ein Mini-Taxi, das uns dort hingefahren war. 10 Minuten später befanden wir uns voll gepackt mitten im Township Zwelihle. War schon etwas ein etwas mulmiges Gefühl. Zumal erstmal nichts weiter ging, da eines der Taxis gerade voll war und los fuhr. Nach einer kurzen Diskussion unter den verschiedenen Fahrern, sollten wir uns dann in eines rein setzen. Zu unserer Verwunderung fuhr dieses aber erst mal durch das Township, um noch Leute einzusammeln, die auch nach Bellville wollen. Nach kurzer Fahrt war das Taxi dann auch (über-)voll und es ging los. Leider standen wir als erstes auch gleich wieder im Stau, war aber nicht schlimm. Am Ende dann noch mal, dort wars aber echt cool, denn wir standen mitten aufm Berg und hatten einen super Ausblick über Kapstadt. Von daher hat es nicht so gestört. In Bellville sind wir dann wieder in die Bahn umgestiegen und los ging die Fahrt nach Kapstadt. Es waren sehr viele Leute in der Ersten Klasse, so dass wir nicht zusammen sitzen konnten. (Die Weißen fahren hier Erste Klasse und Schwarze Dritte Klasse. Die Zweite fehlt irgendwie.) Die Männer, die um mich herum waren, diskutierten gerade darüber, ob Michael Jackson oder Elvis größer ist. Fand die Diskussion sehr lustig. Anschließend ging es darum, wer zuerst Kapstadt erobert hat. Ich habe jetzt gelernt, dass das Cameron Diaz war und Vasco da Gama der Zweite, und es folgten mindestens 6 weitere. Das Gespräch wurde von einem Klopfen unterbrochen. Auf einmal sprangen alle auf und rannten nach draußen, Taschen und Einkäufe teilweise zurück lassend. Ich (und auch die anderen) hatten erstmal echt Panik. Ich dachte, dass irgendjemand mit einer Pistole oder so da stehen würde und gleich um sich schießt. Also bin ich im Strom mit raus, Kurz vor der Tür wurde ich von den anderen Mädels aufgehalten. Der Security-Mann auf dem Bahnsteig hatte sie aufgehalten. Wir hätten doch ein Erste Klasse Ticket. Also alles, was passiert ist war, dass die ganzen Leute in der Ersten Klasse saßen ohne ein Ticket dafür zu haben und Kontrolleure kamen. Das Klopfen war die Vorwarnung vom Security-Mann. Also sind alle schnell in die Dritte Klasse gerannt. Hier ohne Ticket bzw. in der falschen Klasse zu fahren, kostet die Schwarzen und Coloureds relativ viel 8Ich weiß aber nicht wie viel). Bei Weißen wiederum ist das kein Problem. Die können entweder ein Ticket nachkaufen (teilweise auch erst am Bahnhof .. oder eben gar nicht). Wobei bei uns Aline sich ein Dritte Klasse Ticket gekauft hatte und Melanie eines von einer Woche zuvor hatte – es wurde gar nicht erst bemerkt. Die restliche Fahrt verlief dann ohne weitere Komplikationen, so dass wir gegen halb 7 zu Hause waren.

Montag war eine meiner Erzieherinnen im Kindergarten nicht da. War gar nicht so schlecht. Ich hab zum ersten Mal mit Windeln gewechselt (nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung ;-) ) und halt so weit geholfen, wie ich konnte. War anstrengender als sonst, aber ging noch. Dienstag und Mittwoch verliefen dann wieder normal. Ich hab mit den Kiddies gespielt, sie gefüttert und so weiter. Außerdem hab ich es sogar geschafft, die Kiddies auch mit auf dem Hof spielen zu lassen. Ein großer erster Erfolg.
Am Mittwoch Abend kamen Simon und Christof. Die beiden sind auch Freiwillige über weltwärts und wir hatten sie im Backpackers im Hermanus kennengelernt. Sie arbeiten in der Nähe vom südlichsten Punkt Südafrikas in einer Behinderten-Schule und waren gerade hier im urlaub. Sie hatten uns gefragt, ob sie eventuell einen Tag mal mit uns arbeiten gehen könnten und ich alle Zustimmungen eingeholt hatte, sind sie am Donnerstag mitgekommen. Donnerstag fand außerdem für die Erzieherinnen ein Workshop im Centre statt. Also waren wir drei (Simon, Christof und Ich) in meiner Gruppe allein auf uns gestellt. Schon etwas schwierig, wenn keiner nachschauen kommt, man kein Wort Xhosa spricht, den Tagesablauf nicht wirklich kennt und vor allem Dingen auch nicht weiß wem welche Tasche gehört, dort aber der Joghurt zum Snack drin ist. Naja .. es ging mehr oder minder. Hab ein paar Kindern den falschen Joghurt gegeben, eine hatte am Ende gar keinen mehr, da eine Tasche gefehlt hat, weil sie in einer anderen Gruppe war. Aber irgendwie hab ich bzw. haben wir es doch hinbekommen. Als wir abgeholt wurden, war ich echt ziemlich geschafft. Theoretisch hätten wir am Nachmittag unsere erste Xhosa-Stunde haben sollen, leider gab ein paar Abstimmungsprobleme bei der Zeit, weshalb die Stunde ausgefallen ist. Stattdessen haben wir eine weitere Stunde Craft (Handarbeit) gehabt, in der wir angefangen haben Kissen für die Babies zu machen. Hat eigentlich echt Spaß gemacht. Heute haben wir die dann beendet und Bälle angefangen zu nähen. (Decken haben wir schon. Die haben wir alle gestern Abend alle noch beendet. Sah sehr lustig aus, wenn da 7 Leute sitzen und eine Decke nähen). Ansonsten war der Tag heute relativ „gechillt“ und kurz. Die Erzieherinnen waren wieder da, ich hab wie sonst geholfen und wurde schon vorm Mittagessen abgeholt.
An sich läuft alles hier. Es macht Spaß und die Arbeit ist echt super. Aber ich finde es immer noch echt anstrengend.

Bis Bald
Grüße
Louise

PS: Fast vergessen. Seit gestern sind wir zu 11 im Haus. Wir haben eine Studentin dazu bekommen, die letztes Jahr über weltwärts im Camp Hill an der West Coast war und jetzt hier im Centre Euritmy (oder wie auch immer das geschrieben wird) studiert. Scheint ganz nett zu sein.