Donnerstag, 27. August 2009

Erster und Zweiter Arbeitstag

So es ist vollbracht!
Gestern hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Wir sollten morgens um 8.30 Uhr abgeholt werden,. Jedenfalls die zweite Gruppe, die andere war schon um 7 Uhr dran. Wie wir so sind, waren wir natürlich pünktlich fertig. Aber wir sind ja nicht in Deutschland – der Transporter kam dann um 9.45 Uhr. Wir haben die ersten von uns 14 weg geschafft, dann kamen wir dran. Unsere „Mama“, wie die Leiterin hier genannt werden, ist mittwochs nicht da. Deswegen hat uns eine andere Erzieherin erstmal rumgeführt. Das Haus besteht aus 2 Etagen und einem sehr kleinen Hof. Im Hof befinden sich aber noch 3 Blechhütten (das Haus selber ist aus Stein). In der einen Hütte (die zum teil auch aus Stein besteht), sind die Toiletten, in den anderen beiden leben irgendwelche Leute, die nicht zum Educare gehören. Im Haus ist unten ein großer Raum und eine kleine Küche. In diesem Raum sind die 4-6-jährigen. Vor dem haus gibt es außerdem einen kleinen „Wintergarten“, wo die Kinder auch spielen können. Im zweiten Stock sind drei Zimmer. Ein Art Abstellkammer, ein Zimmer für die Babies (0-1 Jahr) und die Kinder von 2-3 Jahren. Ansonsten ist glaub ich am Haus hinten dran die Wohnung von der „Mama“. Insgesamt sind in jeder Gruppe ungefähr 20 Kinder, mal mehr, mal weniger. Die jüngste ist 1 Monat alt. Sonja und ich sind eigentlich in der Gruppe der Großen. Gestern haben wir halt bisschen mit ihnen gespielt und sonst geholfen sauber zu machen (als Zeit dafür war) und halt geholfen, wo es ging. Die Kinder hatten auch überhaupt keine Berührungsängste. Gegen Nachmittag haben sie dann mal angefangen auf einmal über die Haut zu streichen (Hosenbein und Pulli hoch geschoben). War irgendwie lustig. Sonst muss man halt aufpassen, dass alle Kinder immer dran kommen. Zum Beispiel wenn man sie hochhebt, wollen dann gleich alle, aber die, die schon dran waren, halt auch immer noch mal und noch mal. Dabei drängeln sie sich vor. Ein Manko ist, dass die Kinder kaum Englisch verstehen und noch weniger sprechen. So muss man sich über Zeichen oder sonst was verständigen, geht eigentlich auch. Der Tagensablauf ist relativ straff durchgeplant, ca. jede halbe Stunde was anderes. Mittagessen könnten wir auch mitbekommen (haben wir gestern auch angenommen), aber danach haben wir gesagt, dass wir lieber etwas mitnehmen. (Heute wurde dann mit unserem Essen eine kranke Nachbarin verpflegt). Abgeholt werden die Kinder so gegen 4 und wir theoretisch auch. Gestern war es aber erst um halb 6. Danach sammeln wir noch ein paar von den anderen ein und dann geht’s nach Hause.
Heute kam der Fahrer nur eine halbe Stunde zu spät. Den Vormittag haben wir genauso verbracht wie gestern, bloß dass heute unsere Mama die Erzieherin war. Die anderen Erzieherin ist bis Montag nicht da. Dadurch war der Tagesablauf ein klein bisschen anders, aber gab kaum Veränderung, zumal es eh alles festgeschrieben ist. Als die Großen geschlafen haben, wurde ich gefragt, ob ich mal zu den Kleinen gehen will. Also bin ich erstmal zu den Babies. Dort war ich dann ca. 1 ½ Stunden. Die Kleinen sind echt knuffig. Es gibt einen behinderten Jungen. Sein Arm scheint gelähmt zu sein, aber ich weiß nicht, ob noch irgendwas dazu ist. Die Kinder hatten eigentlich auch keine Angst. Da ich nicht wirklich was zu tun hatte und die Erzieherin gerade die Kleinen gewickelt haben, hab ich mich zuerst um die Kids gekümmert, die gerade an mir hochgeklettert sind und danach um die Schreienden noch kleineren. Sind aber wirklich alle total süß.
Danach bin ich noch mal kurz bei der mittleren Gruppe rein. Dort war aber immer noch Schlafenszeit und 3 schliefen noch und die anderen 4 saßen da. Dadurch gab es jedoch nicht wirklich viel Platz zum Spielen und reden ging schlecht. Also bin ich wieder runter. Kurz nach 4 kam dann auch der Transporter.
An sich waren die beiden Tage echt gut, aber wirklich anstrengend. Denke, dass es wohl noch ein bisschen so bleiben wird, bis wir uns daran gewöhnt haben.
Morgen sollen wir eventuell die Großen alleine haben. Die Erzieherin ist ja noch weg und die Mama muss auch irgendwie weg. Ich bin gespannt.

(Sorry für das Deutsch, aber ich hab nicht wirklich viel Zeit und wollte nur kurz berichten)

3 Kommentare:

  1. Hallo, meine große kleine Tochter,
    das klingt so, als ob ich sofort da hinkommen will. Ja, es ist faszinierend, wie Kinder mit ehrlicher Unbefangenheit spüren, wer gut und wer bösse ist.
    Die Anstrengung kann ich mir auch gut vorstellen, mir gehts ja grad auch nicht wirklich anders.
    Ich wünsche dir imer wieder so große fragende Kinderaugen, die leuchten, weil man sich ihnen zuwendet.
    Genieße es! Mama

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  2. hi louise!
    klingt alles total interessant :)
    ich wünsch dir weiterhin ganz viel spaß!!!
    liebe grüße,
    yohanna

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  3. hi du,
    ich find auch interessant, was du so erzählst (=
    mehr davon! Ich bin doch neugierig, was du so erlebst. und benni schreibt in seinem blg auch nichts neues...
    also, lass mal wieder was von dir lesen (-;
    Ciao vom Mittelmeer
    Chris

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