Mittwoch, 23. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Liebe Leute!

ich moechte euch allein ein frohes Fest wuenschen. Ich hoffe, dass ihr alle irgend jemanden habt mit dem ihr die Feiertage verbringen koennt und dass auch der Weihnachtsmann (oder das Christkind oder eure Eltern oder sonstwer :-) ) fleissig waren.
Ausserdem hoffe ich, dass gut ins neue Jahr reinrutscht. (Bei mir geschieht das schon eine Stunde frueher als bei euch :-P )

Im Moment bin ich gerade in Plettenberg Bay im Urlaub. Bin ein bisschen die Garden Route entlang gefahren und es geht noch weiter ueber die Wild Coast. Morgen mache ich mir mein eigenes kleines Weihnachtsgeschenk ... aber das werdet ihr erst spaeter auf Fotos sehen, was es ist :-) (hoffe ich zumindestens).
An sich ist es zur Zeit echt schoen. Die Garden Route ist mir bloss eindeutig viel zu touristisch und zu teuer .... habe aber schon viele nette Leute getroffen und morgen werde ich wahrscheinlich ein ganzes Stueckchen fahren, um bis nach Port Elizabeth zu kommen, wo dann das ``richtige Afrika`` anfangen soll. Ich hoffe mein Auto (einen 77er Beetle, sehr verrostet und schon 3 Breakdowns in 6 Tagen gehabt) haelt das durch ... aber ich bezweifle es zugegebenermassen stark .... :-)
So ausfuehrlichere Berichte gibt es wenn ich wieder in Kapstadt bin ..

Also machts gut. Verabschiedet euch schoen von 2009 und begruesst das neue Jahr(zehnt) ;-)


Liebe Gruesse an euch alle
Louise

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Vielleicht letzter Post 2009

Schon wieder über einen Monat her, dass ich geschrieben. Deswegen hier mal eine kleine Auffrischungen eurer Informationen 

Ich suche mal ein paar bestimmte Tage raus, an denen was passiert ist.

1.11. – Ich war morgens in der Kirche. Da die Kirche „All Saints“ – also Allerheiligen – heißt, hatte sie an diesem Tag „Geburtstag“. Deswegen begann der Gottesdienst eine halbe Stunde früher und ich war zu spät da. Der Gottesdienst war aber nicht so besonders. Lief eigentlich genauso ab, wie die vorherigen Male auch.
Am Nachmittag bin ich dann zusammen mit Isi und Hanna in die „National Galery of South Africa“ gegangen. In der Bahn trafen wir Sophie und Kathi vom Plumstead-Haus. Zuerst sind wir einen Café im Company`s Gardens trinken gegangen und anschließend eben ins Museum. Die Galerie ist relativ klein und es gibt eigentlich relativ wenig südafrikanische Kunst. Es gab ein Zimmer zur Romantik, eine Wanderausstellung mit irgendwelche Architektur-Zeichnungen und noch 3 anderen Räume, die relativ gemischt waren. Am besten hat mir ein Bild von Jörg Immhoff gefallen, dass als Thema Ost- und Westdeutschland hatte. :-D War also nicht soooo besonders, aber an sich ganz schön.

2.11. – Aline hatte Geburtstag. Da es ein Montag war, sind wir zuerst normal Arbeiten gegangen. Als nach Xhosa dann alle da waren, haben wir zusammen mit den Plumsteadern gegrillt. War ein gemütlicher und schöner Abend.
Danach war ich dann erstmal eine Woche lang krank, deswegen ist da auch nicht so viel passiert.

7.11. – Eigentlich gingp es mir inzwischen schon besser. Deshalb bin ich zusammen mit Sonja, Aline (die davor auch krank waren), Ciri und Isi nach Kapstadt gefahren und wir sind in das „Distric Six Museum“ gegangen. Der District Six war vor der Apartheid ein relativ gutes, bekanntes Schwarzen und/oder Farbigen Viertel (bin mir gerade nicht sicher). Doch während der Apartheid wurde es zum Weißen Viertel erklärt und größtenteils zerstört. Die ehemaligen Bewohner wurden zwangsversiedelt (in die Townships). Das Museum befindet sich in einem der wenigen erhaltenen Häusern. Die Geschichte an sich ist echt interessant und das Museum auch schön gemacht. Aber mir ging es dann doch nicht mehr so gut, weshalb ich den Besuch nicht wirklich „genießen“ konnte.

14.11. – Ich bin morgens alleine nach Kalk Bay gefahren, ebenfalls ein Vorort von Kapstadt, der am Meer liegt. Dort befindet sich auch ein kleiner süßer Hafen. In Kalk Bay wohnt auch Tobi (Massage-Lehrer), wo wir am Mittwoch davor waren. Da es mir da schon gefallen hatte, wollte ich eben noch mal hin. Als erstes bin ich zur Olympia-Bäckerei gegangen. Dort gibt es richtig leckeres Brot und ich hatte am Mittwoch entdeckt, dass es auch Kartoffelbrot gibt. Hat dann aber doch nicht so gut geschmeckt, das Schoko-Croissant dagegen war richtig geil. Anschließend bin ich auf eine kleine Besichtigungstour gegangen. Zuerst habe ich mir den Hafen angeschaut. Dort wurde frisch gefangener Fisch gekauft. Dadurch wurden Robben angezogen. Direkt am Hafenbecken schwamm eine Robbe mit ihrem kleinen Heuler. War voll süß.  Danach bin ich durch die „Stadt“ (entlang der Main Road) gelaufen. Es gibt richtig viele geile Geschäfte in Kalk Bay, eher so alternativ mäßig. Gibt aber echt cooles und schönes Zeug. Die Preise nehmen sich auch nicht so viel von anderen Klamotten. Werde mir sicherlich während des Jahres dort noch was kaufen…
Nach dem kleinen Rundgang, bin ich über den „Meerweg“ (eben einWeg, der direkt am Meer entlang führt) nach Muizenberg gelaufen. Nicht so cool, war das Wetter, das zwischen Sonne und Regen im Minutentakt abwechselte. Trotzdem eigentlich ganz schön. Danach bin ich nach Hause gefahren.
Als ich dort ankam, sind gerade Sebastian und Pia (Freiwillige aus der Stellenbosch Waldorf School) überraschenderweise gekommen, da Giovanna aus Hermanus auch da war. Wir haben uns bisschen unterhalten und auf die anderen gewartet. Abends sind dann nach Plumstead gefahren, da wir bei uns Mädelsabend gemacht haben (und Sebastian eben nicht dabei sein wollte.). Die Mädels aus Plumstead waren aber auch bei uns, genauso wie ein paar der Lakesider. Wir haben einen typischen Mädels Filmabend gemacht. Es begann mit „Twilight“ (erster Teil..) . Danach gab es erstmal Essen (Nudel mit Tomatensoße und Pesto). Anschließend wurden noch „Actually Love“ (Tatsächlich Liebe) und „P.S. I love you“ geschaut. (Letzere beiden haben wir ausgeliehen und auf Englisch geschaut.). Während des letzten Filmes sind nach und nach aber irgendwie alle eingeschlafen. War lustig. Alles in allem war es ein schöner Tag/Abend.

16.11. - Ciris Geburtstag. War an sich auch ganz schön. Wir hatten ein kleines Büffet aus Kuchen und Salat. War alles sehr gechillt. Über den Abend hin, sind mehrere Leute im Pool gelandet. Angefangen mit Ciri, die ihr Geschenk, welches wir extra in Plastik-Beutel eingepackt hatten, rausfischen musste, ging es weiter mit Fayette, Niki, Anton und noch welche (weiß gar nicht mehr wer alles). War auf jeden Fall unterhaltsam.

19.11. - Isis Geburtstag. Unser Haus hat sich nachmittags zum Kaffee trinken verabredet. Überall im Haus hingen kleine blaue Zettel für Isi und zum Kaffee gab es dann selbstgemacht Eistorte. Isi hat sich echt gefreut.
Abends sind wir Mädels + Paul alle zusammen auf die Long Street feiern gegangen, da wir am Freitag erst um 10 Uhr früh bei Craft sein sollten. Zuerst ging es ins „Cape to Cuba“, wo wir alle zusammen angestoßen haben. Danach wollten wir eigentlich feiern (also tanzen) und sind ins Chrome, wo aber rein gar nichts abging. Also zogen wir weiter. War aber nirgendwo wirklich was los. Deswegen sind wir in den „Waiting Room“. An sich ist die Location ganz schön. Es gibt zwei Terrassen, wovon man eine super Aussicht über die Long Street hat. Fand es trotzdem nicht so cool dort. Haben uns jedoch alle gut unterhaltne, so dass es an sich echt noch schön wurde.
Als wir wieder zu hause waren (halb 3) sind Hanna, Aline und Ich erstmal noch in den Pool gesprungen. Das war mein erster Poolgang seit wir hier sind. Ist echt erfrischend und war irgendwie lustig. (Und nein – wir waren nicht besoffen. Es war schon vorher geplant worden)
Damit ging es schöner Tag zu Ende. Obwohl es leider noch eine kleine Diskussion zwischen uns allen gab, die den Abschluss etwas versaut hat. Aber trotzdem …
Am Freitag waren wir bei Craft sogar alle relativ fit. Wir haben kleine Holzautos und – Bahnen gebaut. Hat eigentlich echt Spaß gemacht.

21.11.- Es war ein echt schöner Tag und für uns stand etwas Besonderes an – die Graduation Feier im Kindergarten. Graduation kennen manche von euch vielleicht auch Amerika, wo dies nach der 12. Klasse geschieht. Hier ist die (erste) Graduation Feier eben im Kindergarten wenn die Kids in die Schule kommen. Stattdessen gibt es aber glaub ich keine Schuleinführungsfeier.
Wir wurden gegen 9 Uhr abgeholt und sind mit nach Lukhanyo (anderes Educare Centre) gefahren, da ihre Graduation auch hatten. Dort wurden wir herzlich empfangen. War ganz interessant zu sehen, wie es dort aussieht und abläuft. Die Kiddies waren alle ganz schick gekleidet (weiße Kleider und die Jungs in Hemd und Anzug). Sahen richtig süß aus. In Lukhanyo begann die Feier schon gegen 10 Uhr. Der Moderator eröffnete. Die ganze Zeremonie wurde der Freiwilligen wegen extra auf Englisch und Xhosa abgehalten, war echt cool. Die Freiwilligen aus Lukhanyo sollten sich vorstellen. Insgesamt war es eine sehr lockere Athmosphäre.
Um halb 1 wurden wir abgeholt und zu unserem Kindergarten geschafft. Dort war ein großes Festzelt aufgebaut. Es gab verschiedenen Ansprachen (irgendeiner Waldorf Tante, jemandem vom Social Department und natürlich Mavis, unserer Principal). Zum Anfang haben die Kids ein Stück gespielt. Es hat bisschen an Josef und Maria erinnert und wird auch so was gewesen sein. Leider lief alles in Xhosa ab (also der ganze Tag. Im Gegensatz zu Lukhanyo), so dass wir nicht allzu viel verstanden. Kurz vor 2 Uhr wurden wir zum Essen gebracht, da wir eigentlich um 2 Uhr abgeholt werden sollten. Das Essen war richtig lecker. Es gab Hühnchen, Reis und Chutney. Als wir fertig sind, haben wir erfahren, dass wir nun doch erst 16 Uhr abgeholt wurden. Wir sind wieder zurück ins Zelt. Dort lief gerade die eigentliche Zeremonie. Die Kiddies trugen alle einen schwarzen Tallar mit einem bunten Schal. Sie wurden einzeln aufgerufen und bekamen eine Urkunde, 2 Schlüsselanhänger mit ihrem Foto (Während ich krank war, kam ein Fotograf und hatte alle Kinder schon mal in den Tallaren fotografiert. Außerdem gibt es auch ein Foto von uns mit den anderen Erzieherinnen), sowie eine Uhr mit dem Foto drin. Während sie vorne standen, gab es eine Art Segen, indem man kurz diese 4-eckigen Hüte (die man eben von einer Graduation kennt) auf den Kopf gehalten wurde. Alles wirkte auf jeden Fall sehr feierlich und war echt schön und interessant.
Das negative an dem Tag war, dass Angie nicht kommen durfte. Angie ist es hyperaktive Junge, der theoretisch auch Graduation gehabt hätte. Als ich gefragt habe, wo er ist, meinte Mavis, dass er mit seiner Art die ganze Veranstaltungen hätte ruinieren können und er nicht da ist. Fand das ziemlich hart. Auch wenn sie Recht hat, da er wirklich schnell austickt. Trotzdem hätte ich es besser gefunden, wenn er da gewesen wäre. Zumal er echt süß sein kann und wir ihn alle gerne in Anzug und/bzw. Tallar gesehen hätten.
Etwas Besonderes gab es trotzdem. Auf der Feier gab es ein kleines Albino Kind. An sich sind Albinos so ja schon besonders, aber wenn es von schwarzen Eltern ist eben noch mehr. Die Kleine hatte ganze weiße Haut und ich glaube grüne Augen (auf jeden Fall wirkten sie nicht rot, so wie es normal sein sollte bei Albinos). Das „geilste“ waren jedoch die Haare – strohblond, aber eben solche afrikanischen Afro- Haare. Sah sehr süß aus. 
Kurz nach 4 wurden wir dann wirklich abgeholt und nach Haus gefahren. Abends sind wir (Aline, Sonja, Ciri, Isi und Ich) in die Bar, eine Nebenstraße weiter gegangen. Haben uns bisschen unterhalten, ein Bierchen getrunken und wurden bisschen angemacht. Außerdem wurde uns erklärt, wo der beste Club ist, um jemanden abzuschleppen. Seit dem geht es (spaßeshalber) immer, dass wir ins Pirates wollen. 

22.11. – Am Morgen war ich wieder im Gottesdienst – einen Familiengottesdienst. Ich habe mich diesmal extra beeilt, damit ich um 9 Uhr da bin und dann fängt es doch erst um halb 10 an. War irgendwie lustig. Hab drei Omas vor der Kirche getroffen und mich zum ersten Mal mit Kirchenmitgliedern unterhalten. Die eine will mich auch mal zum Tee einladen. Der Gottesdienst war echt schön. Es gab endlich mal auch schnellere Gospel Songs und hat echt Spaß gemacht. Anschließend wurde ich der Jugendleiterin vorgestellt, die mich in die Junge Gemeinde eingeladen hat. Leider war es am Freitag bis Januar das letzte Mal. Aber werde jetzt ja eh bald weg sein.

26.11. – Mal wieder eine Story aus dem Kindergarten. Heute war die angekündigte deutsche Reisegruppe da. Dafür wurde groß gekocht und eine große Tafel aufgebaut. Eigentlich wollte ich nur helfen, aber am Ende habe ich das ganze Ding eigentlich allein gedeckt. Hatte nur Hilfe von Angie. Aber hat mir nicht so viel ausgemacht. Als die Deutschen dann kamen (völlig untypisch mit Verspätung) wurde sie erstmal rumgeführt. Ich habe mich echt gefühlt wie im Zoo. Wir saßen in der zweiten Baby-Gruppe und hatten jeder ein Kind auf dem Arm. Irgend so ein Typ hat gerade ein Foto uns gemacht, da fragte seine Frau, ob er gerade uns oder die Kids fotografiere. Er antwortete: „Beides. Der Unterschied und krasse Gegensatz ist ja gerade das Spannende“. War irgendwie komisch. Danach haben sie gegessen und wir haben uns zurück gehalten. Diese Art von Tourismus ist schon scheiße. Durch die Townships fahren und die schwarzen Kinder begaffen.

27.11. – Der Tag der großen Geburtstagsparty von Aline, Isi und Ciri.
Schon der Tag im Kindergarten war aber anders als normal – der Weihnachtsmann war nämlich da. Die Kiddies saßen alle an Tischen draußen. Dann kam ein (weißer) Weihnachtsmann und hat kleine „Wundertüten“ verteilt. Für jede Altersgruppe und getrennt für Jungs und Mädels gab es extra gepackte Tüten. Bei den Kleinen gab es Kuscheltiere, ein anderes kleines Spielzeug (Plastekegel, Auto,…) und Süßes. Die Größeren hatten dann zwei Spielzeuge, wie z.B. Spielsoldaten, Plastegeschirr, … War insgesamt echt schön und die Kiddies haben sich derbe gefreut.
Außerdem gab es auch noch Obstbäume für den Kindergarten. Fand die Erklärung dafür ganz schön. 1. Weil der Baum immer Obst gibt, so dass keiner mehr Hungern muss, 2. weil der Baum im heißen Sommer Schatten spenden kann und man dort 3. Geschichten erzählen kann und das ja wichtig ist auch für die Entwicklung der Kinder.
Am Abend war dann die große Fete. Nach und nach trafen die Leute ein – Plumstead, Lakeside eh. Dann noch Sebastian und Pia, Phill und Kadda (ebenfalls zwei Freiwillige von den Freunden, die hier in Kapstadt in der Immhoff Waldorf School arbeiten. Wir haben sie gerade erst getroffen.) und später auch noch die Bap-Leute (dazu kommt gleich noch mal was..). Hab die Bap-Leute aber schon nicht mehr mitgekriegt. Hab bisschen was getrunken und war dann saumüde, weswegen ich mich ins Bett gelegt habe und auch sehr schnell eingeschlafen bin. Also den größten Teil der Party habe ich verpasst. Davor hatte ich mich nur etwas mit Kadda unterhalten. Also nichts besonderes.
Am Tag nach der Feier haben wir nur gechillt. Der ein oder andere hatte einen Kater (ich nicht!). Ich war nur im Pool und später noch mit Hanna und Isi im Meer.

So nun eben zu Bap. Dort geht es gerade „richtig rund“. Die Freiwilligen leben ja eigentlich in Khayelitsha in ihrem Projekt. Währen der 3 Monate hier wurde sie schon mehrmals überfallen – Auto geklaut und eben bedroht. Letzte Woche wurde aber während sie geschlafen haben, bei ihnen eingebrochen. Thomas, einer der Freiwilligen, ist aufgewacht und wurde bemerkt. Die Einbrecher meinten, sie wöllen ihn abknallen und dass sie damit überhaupt kein Problem hätten. Also richtig krass. Daraufhin wurde die Freiwilligen erstmal aus dem Projekt geholt und woanders in der Stadt untergebracht. Sie arbeiten aber weiterhin, machen aber nur noch das wichtigste, wie Medikamente und so was geben (Baphumelele ist ein Aids-Waisenheim). Sie sollen aber im Laufe der nächsten Wochen wieder zurück ziehen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden jetzt verstärkt, so dass es jetzt sicher sein sollte… )

29.11. - Am Sonntag war ich wieder in der Kirche, da der Gottesdienst als Schwerpunkt den Welt-AIDS- Tag (1.12.) hatte. Die Predigt war auch nicht schlecht. Hätte mir aber mehr vorgestellt. Nach der Kirche wollte ich noch eben in einen Outlet Store, um ein Zelt zu kaufen, der hatte aber dann zu. Bin dann eben nach Hause.
Um halb 5 sind wir (Isi, Ciri, Hanna, Paul, Samira und Ich) nach Kapstadt gefahren. Am Abend fand dort das große „Switch on Festive Season“-Fest statt. Dabei wurde die Adderley Street (große Straße direkt vorm Bahnhof) ganz gesperrt. Über den Tag hin sind verschiedene Bands aufgetreten. Um Punkt 8 gingen die Lichter an. Man hat über der Straße Gebilder aus Lichterketten aufgebaut gehabt (so was wie es bei uns eben auch zu Weihnachten gibt über den Straßen .. ) und die wurden eben angemacht. Gab verschiedene Themen, aber vor allem Dingen Fußball. Anschließend folgte eine große Parade von verschiedenen Blaskappellen. Vorne weg liefen immer irgendwelche kleinen Kinder, die zur Musik getanzt haben. Voll süß. Der Abend war echt schön. Nachdem der größte Teil vorbei war, sind wir noch zusammen ins Long Street Café gegangen. Um 11 Uhr fuhr dann ein Extra Zug zurück nach Hause.

1.12. – Der Tag war eigentlich relativ normal. Das einzige besondere war, dass wir Abend mal wieder im Kino waren, um Twilight 2 zu sehen. Der Film war nicht sooo toll gemacht, aber war irgendwie „lustig“. Wir saßen alle verteilt da. Danach gab es erstmal eine große Diskussion darum, ob der erste Teil besser war. 

Ansonsten noch was Allgemeines zum Kindergarten. Inzwischen läuft es echt gut. Wir haben jetzt erfahren, dass wir nicht zurück nach Ilitha wechseln müssen. Außerdem hatten wir ein großes Gespräch mit Tobi und später mit Mavis. Seit dem hat es sich echt verbessert. Ich darf jetzt öfters mit den Kiddies rausgehen, zwar noch nicht mit allen, aber wenigstens die Großen und später noch mal mit den Kleinen. Muss mich halt während der Zeit alleine um die Kiddies kümmern, weil die Mamas drin chillen. Außerdem machen wir fast jeden Tag mit den Kiddies Massagen. Wir bekommen dafür das kleine Zimmer, während die Kids da draußen sind. Ganz wichtig dafür ist Angie, der während der Massagen echt ruhig ist und dann nehmen wir noch Schreikinder oder Kinder, die uns eben besonders auffallen. Klappt echt gut.
Am Montag haben die Kiddies noch mal Geschenke bekommen aus einer Aktion wie „Weihnachten im Schuhkarton“. Finde es echt cool.

So das wars jetzt erstmal. Bis ich mich das nächste Mal ausführlich melde, könnte es etwas dauern. Ab Samstag habe ich erstmal mein Zwischenseminar und danach geht es in den Urlaub bis Mitte Januar. Weiß nicht ob ich dazwischen Zeit finde eben über das Seminar zu schreiben.

Freitag, 30. Oktober 2009

Schon am Dienstag geschrieben ....

Erstmal Entschuldigung Leute, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Es ist nicht so, dass nichts passiert, aber ich hatte einfach keine Lust und keinen Nerv irgendwie was am Computer zu verfassen. Deswegen mussten diejenigen unter euch, die mit mir nicht im Mail oder sonstigem Kontakt stehen, leider bis heute warten. (ihr dürft mich übrigens jederzeit anschreiben – für die, die Mail-Adresse haben, per Mail, für die Forumser unter euch auch per PN, schau regelmäßig nach ;-) )

So und nun zum Wesentlichen. Viel Spaß beim Lesen – ist etwas länger geworden.

Ich beginne mal mit meinem bisherigen Xhosa-Unterricht, da ich damit ja aufgehört hatte.
Die erste Stunde am 08.10. verlief etwas komisch. Wir haben eigentlich nur ein paar Wörter und Sätze, die brauchen (könnten), vorgesetzt bekommen, aber nichts irgendwie zum Hintergrund erfahren. So haben wir ihr das auch gesagt. Nach einer langen Diskussion untereinander, wurde dann auch beschlossen, dass wir die Sprache von Grund auf (also die Basics) lernen wollen. Außerdem haben wir uns dafür entschieden, zweimal pro Woche Unterricht zu machen (Montags und Donnerstags). Die nächsten Stunden waren dann schon viel besser. Beim ersten Mal hab ich zwar gar nichts verstanden (ist auch relativ schwer), aber inzwischen kann man schon mal ein paar wenige Sätze allein aufstellen. An sich macht es auch echt Spaß, man müsste aber die zeit (und auch die Lust) finden, sich abends hinzusetzen und noch mal alles durchzugehen. Dann würde man wahrscheinlich noch mehr verstehen. Hab es mir aber spätestens für das Wochenende vorgenommen.

Die Wochen verlaufen hier immer relativ gleich. Morgens fahren wir zur Arbeit, dort sind wir bis ca. 14.30 Uhr und dann werden wir entweder ins Centre oder nach Haus gebracht. Bisher war es so, dass wir einen Transporter für 14 Leute hatten, der eine Fuhre um 7 Uhr abgeholt hat und eine gegen 9 Uhr. (Ich war seit ich in Noluthando bin, glücklicherweise in der ersten. Da kam man nämlich dementsprechend auch früher heim) Seit Montag hat sich da jetzt was geändert. Niki (aus meinem Haus) und Jonas & Mario (Lakeside) haben sich jeweils ein Auto geholt und fahren jetzt selbst. In Lakeside arbeiten 5 Leute in der Schule und 2 bei mir im Kindergarten (eine Querstraße von der Schule entfernt). Bei uns arbeiten 2 in meinem Kindergarten (wer hätte da gedacht, unter anderem Ich ;-) ) und 2 in der Schule. Außerdem noch eine (Fayette) für die Schule aus Plumstead. Wir und Fayette fahren mit Nikis Auto. Die restlichen Leute werden jetzt mit dem Transporter gefahren. Dadurch fahren wir jetzt alle gegen 7 Uhr los und sind relativ früh zu Hause, so dass man danach auch noch was machen kann. (Geschäfte machen doch schon 6 Uhr zu…)
Auf Arbeit hat sich auch nicht viel geändert. Wobei unser drittkleinster läuft jetzt und hat den ersten Schritt allein auf mich zugemacht.  Voll süß wie er jetzt rumtapst … Ansonsten die Größeren (als die drei kleinsten) essen jetzt, bis auf unseren Neuankömmling, allein. Hab also nichts mehr zu tun mit Füttern, jedenfalls beim Mittagessen nicht. Es ist immer noch schwierig irgendwas mit den Kiddies zu machen oder sie einfach mal raus zu kriegen (auf Grund der fehlenden Erlaubnis der Erzieher). Aber da bin ich noch dran das zu ändern. So spiele ich während der Freizeit weiterhin Klettergerüst und ärgere die Kleinen bisschen. Sie fahren voll darauf ab, wenn man sie kitzelt oder hochhebt ;-)
Mehr passiert eigentlich nicht. Montags, Donnerstags und Freitags werden wir dann anschließend ins Centre gefahren. Montag und Donnerstag eben wegen der Xhosa-Stunden und am Freitag haben wir Craft (Handarbeit). Die Kids freuen sich total über die Bälle, die wir bisher gemacht haben. Mit den Decken und Kissen, haben sie bei mir bisher noch nicht so viel anfangen können, außer, dass man die Kissen auch zum Fußball spielen benutzen kann. Aber bin gerade dabei die ein bisschen einzuführen.

Die Nachmittage verbringe ich meistens zu Hause ohne irgendwas besonderes zu machen. Musik hören oder Lesen meistens … oder „Scrubs“ (wer es nicht kennt – eine Arztserie aus den USA, von denen Paul die 5 Staffeln mit hat und jetzt hier jeder schaut) schauen. Einmal war ich in Claremont – ist aber nicht so cool Es gibt mehrere große Malls, aber eher teurere Klamotten. Der Stadtteil gehört aber auch bisschen zu den besseren (wobei es nicht so aussah um den Bahnhof .. ) Aber war trotzdem wenigstens mal was ;-)

An den Wochenende passiert dann schon mehr. Deswegen erzähle ich lieber darüber.
Das Wochenende vom 10-12.10. begann mit Hannas Geburtstagsfeier am Freitag. Unsere ganzen Freiwilligen, plus die Freiwilligen aus dem Camp Hill West Coast, Baphumelele und Stellenbosch Waldorf Shool waren hier. Ergänzt durch zwei Namibianerinnen, die Niki und Leo im Zug aufgegabelt haben und unserer Studentin+Freund – also ingesamt so ca. 50 Leute. Die Party an sich war ganz schön- Es wurde viel gelacht, viel geredet, viel getrunken (natürlich nicht von mir :-D jedenfalls war ich eine der wenigen, die nicht besoffen oder stark angetrunken waren) und ein bisschen getanzt. War also echt nett. Das ganze ging für mich bis 5 Uhr. Da waren die meisten anderen schon gegangen, bloß unsere 2 Gäste aus Namibia mussten noch auf dem ersten (sicheren) Zug warten, der erst gegen 6 Uhr fährt (wenn es hell ist … der erste wäre gegen 5 Uhr gefahren). War einfach müde. Nach dem Aufstehen war das Hausputz und Schadensbegutachtung dran. Ich schreibe jetzt nicht, was alles fehlt oder kaputt gegangen ist – würde sonst zu lang dauern und es würde ein falsches Bild von uns entstehen. ;-) Der Putz hat den ganzen Vormittag über gedauert (hmmm .. nebenbei ..die 5 Müllsäcke mit Flaschen stehen immer noch im Garten .. )
Den Nachmittag über ging es mir dann immer schlechter. Das Kino, wo wir eigentlich hingehen wollte, wurde auf Sonntag verschoben und ich lag den restlichen tag nur auf Couch bzw. im Bett. Beim Fieber messen kam dann raus, dass ich wieder mal über 39° Fieber hatte und ich krank war. Das ganze hielt sich auch bis Dienstag hartnäckig. Also fiel das Kino am Sonntag aus. Hat mich da etwas angenervt, weil ich schon als ich mir das letzte Mal was vorgenommen hatte (der Fußballspiel Deutschland-Südafrika) krank war und jetzt wieder. Wollte eigentlich endlich „My sister´s keeper“ (Beim Leben meiner Schwester) schauen, weil ich auf den Film schon seit ich weiß, dass er rauskommt, gewartet habe. Aber nichts wars …. Damit war das Wochenende auch schon vorbei.
Am darauffolgenden hatte ich mir viel vorgenommen. Eigentlich sollte an dem Freitag Abend Braai (Grillen) mit Helen, Rhonda, John und allen „wichtigen“ Leuten hier statt finden, aber es kam leider etwas dazwischen. Deswegen war ich den Abend aber daheim.
Am Samstag Morgen habe ich mich allein auf dem Weg in die City gemacht. Wollte ein bisschen was besorgen, damit manche Leute ihr Geburtstagsgeschenk rechtzeitig bekommen (hiermit mal Grüße an Johanna ;-) ) und auch so noch bisschen was. Dafür war ich zuerst auf der Long Street im Pan African sowie dem African Women Market. Beides sind Häuser, in denen sehr viele (ca. 50) Stände sind, an denen man typische afrikanische und südafrikanische Dinge kaufen kann. Es gibt sehr viel schönes Zeug, aber natürlich auch viel Schrott (irgendwie). Muss man echt aufpassen. Das coole ist, dass die Preise verhandelbar sind und man gleiche Dinge einen Stand weiter, dann eben günstiger bekommt. Je nach dem wer schneller ist.
Nachdem das erledigt war, bin ich weiter. Theoretisch wollte ich mir die National Library anschauen. Leider war sie geschlossen und hat nur während der Woche geöffnet. Deswegen bin ich in die „Companys Gardens“ gegangen, die sich direkt hinter dem Gebäude der Library befinden. Ist echt schön da, war aber nur ganz kurz drin und bin dann weiter. Da die St. Georges Cathedral auch zu hatte, bin ich auf der Long Street weiter Richtung Waterfront gelaufen. Dabei habe ich entdeckt, dass ganz am Ende der Straße sich die „Deutsche evangelische Lutherkirche“ befindet. Fand ich echt lustig, aber auch irgendwie cool. An der Waterfront angekommen, bin ich erstmal zum Green Point Stadium (das WM-Stadion für nächstes Jahr) gelaufen. Auf dem Weg dahin hab ich einen riesigen Musikladen entdeckt und insgesamt ist die Waterfront echt schön. Am Stadion hab ich ein paar Fotos geschossen, konnte aber leider nicht wirklich nah ran, da alles noch eine einzige große Baustelle ist. Es ist noch nichts fertig, aber sieht schon relativ weit aus. Bin ja gespannt ob alles wirklich fertig wird. Als ich mit den Fotos fertig war, bin ich dann wirklich direkt am Wasser lang gelaufen. Cool waren die afrikanischen Tänzer, sowie die eine Musikgruppe aus Cello (wie eine Gitarre gespielt und nur mit 3 Saiten), Saxophon, Akkordeon, Trommel und Tamburin. Was lustig, aber komisch war, waren die drei Oktoberfest-Biergärten, allen voraus der Paulaner München Biergarten. Ich wusste, dass dort Oktober-Fest ist und wollte mir das anschauen, deswegen war ich u.a. an der Waterfront. Hab aber nur mal kurz bei dem einem vorbeigeschaut und die anderen von außen gesehen, fand nicht so cool, was ich gesehen hab. „Schlimm“ waren die 10 Bayern, die mir entgegen kamen – schön in Lederhosen und Dirndl und mit richtig schlimm bayrischen Akzent. Aber ok, das musst erwarten. (Es gibt hier eben extrem viele Deutsche. Deutsch ist auch die viertmeist gesprochene Sprache in Kapstadt) Anschließend ging es nach Hause. Dort angekommen habe ich spontan entschieden mit den anderen (nicht allen) nach Kalk Bay ins Restaurant zu fahren. Zuerst waren wir in einem kleinen Pub, um was zu essen. Dort hat auch gerade eine Band gespielt. War richtig cool. Danach sind wir weiter ins „Cape to Cuba“ gezogen. Es gibt ja eins auf der Long Street und das ist ein weiteres, eben direkt am Meer gelegen und voll chillig. Fand ich aber echt cool. Direkt am Anfang haben wir uns zu einer Gruppe von Coloureds gestellt und den restlichen Abend bin ich nicht mehr weg. Hatte echt ein paar gute Gespräche und am Ende hatten wir alle eine Mitfahrgelegenheit. 
Am Sonntag bin ich früh morgens aufgestanden. Wollte in die Kirche gehen, was ich dann auch gemacht hab. Ich hatte mich vorab für die „All Saints Anglican Church“ – also eine anglikanische Kirche – entschieden. Dachte, dass es dort vielleicht bisschen Gospel gibt. Es gab leider nur ruhige Lieder, aber auf jeden Fall sehr schöne und ich glaub es waren Spirituals. War sehr interessant, wie so der Ablauf dort ist und die Unterschiede festzustellen. (Zum Beten konnte man sich entscheiden zwischen hinknien und stehen. Es gab irgendwie 7 Leute vorne am Altar, die durch den Gottesdienst geführt haben. Die Leute konnten während der Segnungen nach vorne gehen und für ihren Segen bitten, der dann laut vorgetragen wurde. …) Hab es verpasst, dass es für die 13-20 Jährigen während des Gottesdienstes eine so genannte JAM-Session gibt, wo scheinbar über Gott und die Welt diskutiert wird. (Also Jam-Session nicht in herkömmlichen Sinne)
Nach dem Gottesdienst bin ich über den Bäcker zurück nach Haus. Dort haben wir ein großes Frühstück mit Croissants, Brötchen, Kakao, Obstsalat, Saft, Ei, …. veranstaltet. Haben es uns also richtig gut gehen lassen. Als wir alles wieder aufgeräumt werden, sind wir auf zum Strand, denn das Wetter war hammer. So kam ich zu meinem ersten Bad im Atlantik. War voll schön und angenehm. Obwohl das Wasser doch noch recht kalt ist, aber das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Nach dem Baden hab ich noch einen schönen Strandspaziergang gemacht und irgendwann dann wieder zurück.
Das letzte Wochenende (24./25.10) verlief relativ ruhig. Freitag Abend bin ich zu Hause geblieben und war relativ früh ins Bett. Samstag wollten wir an den Strand, waren auch ganze 5 Minuten da. Aber das Wetter hat sich inzwischen wieder verschlechtert und dort es extrem gestürmt und gerade angefangen zu regnen. Also sind wir mit der Bahn wieder nach Haus gefahren. Am Abend haben wir alle zusammen einen Film („Into the wild“) geschaut. Sonntag Vormittag sind wieder zum Strand gefahren . Dort hat es wieder so gewindet, aber wir wollten auch auf einen Markt. Laura meinte, dass dort eine Art Straßenfest ist, wo u.a. Second Hand Klamotten verkauft werden. Wir haben auch einen Markt gefunden, aber leider war es der falsche. Aber war auch ganz schön, bloß halt nicht, dass, was wir erwartet hatten. Abends sind Isi, Ciri, Paul, Sonja, Hanna und Ich ins Kino. Hanna, Sonja und Ich wollten nun wirklich den Film schauen – und was passiert? Er kommt nicht mehr! War nicht so cool. Stattdessen sind wir dann in „The ugly truth“ gegangen. Typischer Mädchen-Hollywood-Film, aber gar nicht mal so schlecht.  Bloß eben vom Anfang an voraussehbar.

Ansonsten ist nicht so viel passiert.
Was „Außerordentliches“ war unser Massage Workshop am letzten Freitag (23.). War ganz cool. Waren in einer kleinen Gruppe von 11 Leuten und haben uns gegenseitig unter Anleitung massiert. Eben das, was wir mit den Kindern machen sollen. War interessant und cool.
Danach waren wir am Strand und waren trotz „akuten“ Hai-Alarms im Wasser baden, aber natürlich nur im Seichten. 

Aber wir haben es inzwischen eh mit kleinen Tierchen. Also Flöhe haben wir ja schon länger, aber die Mittel helfen irgendwie nicht. Dazu kamen jetzt noch Mücken. Ich kann meine Mückenstiche nicht mal mehr zählen … ;-)
Dann noch eine Maus, die uns immer mal besucht, ein Eichhörnchen, was scheinbar sehr gern Spülmittel ist und seit neustem auch noch 2 (inzwischen tote) Kakerlaken. Die Spinnen dürfen auch nicht fehlen. Zum Glück nur Kleine … Aber: Es nervt tierisch. (im wahrsten Sinne des Wortes)

So das reicht jetzt erstmal. Ich nehme mir vor, doch wieder öfters zu schreiben, sonst habt ihr so viel zu lesen. Ich versuche ein paar Fotos hochzuladen und freue mich, wie immer, über Kommentare.

Grüße aus dem warmen Kapstadt
Louise

PS: Doch noch was kleines zum Wetter hier. An sich war die letzten Wochen über Sonnenschein pur und es wurde echt warm (bestimmt so 30 ° C). Am Wochenende hat es sich dann leicht abgekühlt. In der Nacht zum Montag hat es dann total gestürmt. Es sind auch irgendwie 5 Leute umgekommen. Über den ganzen Montag und Dienstag war das Wetter dann echt komisch. Südafrika hat seinem Namen als Regenbogen-Nation aller Ehren gemacht (obwohl ich zugegebenermaßen keinen Regenbogen gesehen habe). Aber es hat die ganze Zeit über immer mal geregnet oder genieselt, aber das teilweise bei strahlendem Sonnenschein. War also echt komisch …
So nun aber wirklich …

Donnerstag, 8. Oktober 2009

...

Hallo Leute!

Wieder ein Eintrag. Das letzte Wochenende war wieder sehr schön.
Am Freitag Abend ist ein großer Teil von uns weg gegangen. Davor kamen aber noch ein paar von den anderen aus Plumstead, LakeSide und vom Camp Hill West Coast. Der Freund von Laura (unserer Studentin, die jetzt mir hier wohnt) und ein paar Freunde von ihr. Also haben wir zuerst hier ein bisschen gechillt. War echt cool. Als der Großteil weg war, waren nur noch Lukas, Magret, Aline, Kathi, Leo und Ich da. Wir haben noch ein bisschen weiter gechillt und irgendwann bin ich dann ins Bad. Am Samstag war das Wetter echt hammer. Sonne pur und richtig warm. Deswegen bin ich mit den Isi, Ciri, Sonja und Aline an den Strand, wo wir noch ein paar von den anderen getroffen haben. Später kamen auch noch Hanna und Samira. Ein paar sind schwimmen gegangen und ich hab zwischenzeitlich so ein paar Mädels und Typen beim Beachvolleyball spielen zu gesehen. Da Hanna und Leonie auch Lust hatten zu spielen, sind wir zu ihnen gegangen und gefragt ob wir mitspielen können. Die nächsten 4 Stunden haben wir dann gespielt – in 2er und 4er Teams. Hat derbe viel Spaß gemacht. Anschließend sind wir dann nach Haus gefahren. Samstag Abend haben wir nur einen Film geschaut und bisschen geredet, also nichts besonderes. Sonntag begann für einige recht früh und für mich normal gegen 10 Uhr. Nach einem kleinen Frühstück und einen Blick in den Kühlschrank stand dann erstmal Kücheputz auf dem Plan. Der Kühlschrank sah nicht wirklich appetitlich aus und insgesamt – musste einfach sein. Also haben wir das zu dritt gemacht (Samira, Hanna, Ich) und die Jungs waren dafür einkaufen. (Der Rest war nicht da.) Nach 3 Stunden Arbeit, bin ich dann allein zum Strand gefahren, um die Leute, vom Vortrag wieder zu treffen. Zuerst hab ich nur die Leute aus Lakeside getroffen. Wir haben uns etwas eingespielt. Später kamen dann die anderen und wir haben wieder 4 Stunden (ca) Volleyball gespielt. Was genauso lustig wie am Vortag. Letztlich wurden wir dann sogar nach Hause gebracht. War echt cool.
Montag Morgen hieß es dann wieder früh aufstehen. Sogar noch ein paar Minuten früher als sonst, denn Hanna hatte Geburtstag und ist 20 geworden. Deswegen haben wir ihr erstmal ein schönes Frühstück mit Rührei und allem vorbereitet. Wir haben es sogar mit der Zeit hinbekommen. Anschließend ging es dann arbeiten. Die Kiddies haben sich wieder total gefreut. Ist immer echt süß, wenn alle auf einen zu kommen. Nach der Arbeit, als alle zu Hause waren , haben wir dann ein schönes Kaffeetrinken veranstaltet. Es gab – extra für Hanna - Hannah Montana (wie auch immer die geschrieben wird) Törtchen, einen von Hanna selbst gemachten Marmor – Kuchen und den ihr geschenkten Mandel-Kuchen von Kathi. War sehr lecker. Leider wurde die Runde von einer sinnlos Diskussion unterbrochen, die ein bisschen die Stimmung zerstört hat. Zum Abendbrot gab es dann Pizza. 
Dienstag ist nicht so viel passiert. Bei Arbeit habe ich von der einen ein paar Bonbons geschenkt bekommen. Zusammen mit dem Kommentar (von der Mama), dass die Kleine am Vortrag auf einmal Englisch gesprochen har. War voll süß und nett. Ansonsten verging der Tag relativ langsam. Mir ging es nicht so gut und dass hat sich zu Hause fortgesetzt. Eine Neuigkeit gab es, dass wie jetzt 2 Riesen-Boxen haben. Ich mag sie eigentlich nicht so, weil ich es sinnlose finde, aber naja … vielleicht stellen sie sich doch noch als Gut heraus, vielleicht bei unserer Haus-Party am Freitag. Mittwoch ist rein gar nichts passiert. Wir waren nur zu Hause. Haben zum dritten Mal hier „KeinOhrhasen“ geschaut und mehr nicht. ;-)
Heute war wieder Arbeit und jetzt sitze ich gerade im Centre und warte darauf, dass ich (endlich) meine erste Stunde Xhosa bekomme :-) Also bis denne! Gruesse

Freitag, 2. Oktober 2009

Vergessen

Es gibt Fotos

.. von Hermanus

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Hermanus2627092009?feat=directlink

.. von den Kiddies (leider noch nicht mehr)

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Noluthando?feat=directlink

Viel Spass beim Anschauen und auch dort duerft ihr geren kommentare hinterlassen ;-)

Hermanus 26./27.9. und die Woche danach

Heyho!

Schon wieder ist eine doch relativ ereignisreiche Woche rum.
Letzte Woche Dienstag ging es weiter mit arbeiten. Die Kids haben sich total gefreut, dass ich wieder da bin. (So geht es aber immer wenn ich komme, also Mittwoch, Montag und heute was es dasselbe. Voll süß und lustig..) Der Tag an sich ging aber nur bis 12 Uhr, da die Schule eher Schluss hatte und wir dann eben auch abgeholt werden. (Die Schule ist 2 Straßenecken weiter.) Aber ich find es nicht sooo schlimm eher abgeholt zu werden, wenn es nicht immer ist. Auf jeden Fall haben wir den freien Nachmittag genutzt, um an den Strand zu fahren. Eigentlich wollten wir nach Kalk Bay fahren, aber waren dann doch „nur“ in Muizenberg und haben Jonas beim Surfen zugeschaut. Hatte aber trotzdem einen kleinen, aber feinen Strandspaziergang allein.
Mittwoch begann genauso wie Dienstag auch mit Kindergarten. Das „normale“ Programm, diesmal auch wieder nur bis halb 1, da der letzte Schultag vor den Ferien war. Hanna und Ciri aus meinem Haus haben sich extra traditionell angezogen, weil sie ein Fest bei sich in Lukhanyo (anderer Kindergarten) hatten, aber bei uns lief nichts Außergewöhnliches. Das einzige war, dass wir, als wir gegangen sind, jeder ein Stück selbstgemachte Thunfisch Quiche bekommen haben. War saulecker.  Am Abend waren dann ein paar von den Leuten aus Plumstead da und wir haben gechillt und den Film „Der Teufel trägt Prada“ geschaut. (Wir schauen irgendwie andauernd Filme :-D Aber wir haben eben kein Fernseher….
Donnerstag Morgen begann relativ früh, im Angesicht der Tatsache, dass wir theoretisch frei gehabt hätten. Der 24. September ist in Südafrika Heritage Day und damit ein Feiertag. Beim Heritage Day geht es darum das Erbe der alten und traditionellen Kulturen zu erhalten und auszuleben (wie z.B. das der Xhosa). Dafür haben wir zum Beispiel auch die Quiche bekommen und dafür war auch das Fest. Ich weiß nicht, ob in den Townships irgendwas abging, aber kann ich mir gut vorstellen. Bei uns hat man gar nichts gemerkt. Wir hatten stattdessen einen Workshop über den Umgang mit Babies. Geleitet wurde der Workshop von einer Norwegerin, die ca. ein- bis zweimal pro Jahr herkommt und solche Workshops gibt. Es ging darum, was das Baby uns gibt und was wir dem baby geben müssen, besonders im Kindergarten. War schon interessant, aber teilweise bisschen langwierig. Danach bin ich nach Haus gelaufen und war zum ersten Mal in „unserem“ Bäcker. Endlich mal ein leckeres Brötchen, anstatt immer nur Toast. War schon cool. :-D Den Abend habe ich zu Hause gebracht und bin relativ früh ins Bett.
Freitag hätten wir theoretisch wieder arbeiten gemusst, aber wir hatten einen weiteren Workshop. Dieser wurde geleitet von Tobi, einem der Leute, die hier für uns zuständig sind, und ging um (Baby-) Massage. Wir haben ein paar Massage-Techniken gelernt, die wir bei den Kiddies anwenden sollen, damit sie die Berührung bekommen und teilweise um sich zu beruhigen. (Kann für beides verwendet werden). An sich kann man die Massagetechniken aber an jedem anwenden. Ist ganz cool und entspannend. Der Workshop wird auch noch weitergehen. Einerseits kommt Tobi in die Kindergärten, um vor Ort mit uns zu arbeiten und andererseits haben wir ca. einmal pro Monat so einen Workshop, wo wir das an uns gegenseitig ausprobieren. Das ganze dauerte bis ca. 2 Uhr. Da wir danach somit noch genug Zeit hatten, sind Ciri, Isi, Aline, Paul und Ich in die Blue Route Mall gefahren. Das ist echt mal eine schöne Mall (auch wenn das Äußere nicht ganz so scheint). Es gibt viele schöne Geschäfte. Ich habe aber bis auf ein paar Schuhe nichts gekauft. (Aber die Schuhe auch nur, weil sie einen tollen Gitarren Aufdruck hatten. Da musste das einfach sein :-D .. für 7,50 € ) Auf jeden Fall ist es dort echt cool und wir haben das Kino gefunden, in das Paul, Leo, Hanna und Ich vor ein paar Wochen gehen wollten… Der Abend wurde im Internetcafé und mit Bad putzen verbracht. Bis es dann gegen 11 Uhr ins Bett ging. Es stand mein erster Urlaub bevor.

Der Samstag begann um 7.45 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück ging es los zur Bahn, die wir zum Glück gerade noch so bekommen haben. (mit Sprinten  ) In Kapstadt sind wir umgestiegen (nachdem wir erstmal festgestellt hatten, dass unser rausgesuchter Fahrplan vollständig falsch zu sein schien,) und dann ging es weiter nach Bellville. Dort empfing uns eine Art Ghetto, war schon irgendwie krass, aber auch irgendwie lustig. Auf der Suche nach dem Abfahrtsortes unseres Mini-Taxis kamen wir auch über eine Art Markt, wo ein Rastafari (Schwarzer mit Rastas. Ist hier irgendwie so eine eigene Art Religion, laut dem Reisführer) irgendwelche Knollen und Wurzeln verkauft hat, von denen er meinte, dass man sie rauchen kann. Wir mussten so darüber lachen, dass so was einfach mal eben in aller Öffentlichkeit angeboten wird. Wir haben es aber doch gelassen  Weiter ging es. Nach einer kurzen weitern Suche, hatten wir das Taxi dann endlich gefunden und mit uns war es zum Glück auch voll, so dass wir relativ schnell los fahren konnten. Gleich in Kapstadt standen wir im ersten Stau und am Ende noch mal. Das war nicht ganz so cool. Etwas anderes außergewöhnliches war die Polizei-Kontrolle auf der Strecke. War zwar eine ganz normale Kontrolle, wie wir sie in Deutschland auch kennen (die Erste Hilfe – Box hat gefehlt, wo für auch Strafe bezahlt werden musste), aber hier sind solche Kontrollen eigentlich nicht üblich und es war sehr Zeit aufwendig. (Mindestens eine halbe Stunde..) Nach 4 Stunden Hinfahrt kamen wir dann endlich in Hermanus an. Als erstes haben wir nach unserem Backpackers Ausschau gehalten. Obwohl ich nur einen kleinen Ausschnitt aus einem Routenplaner angeschaut hatte, konnt ich mich doch einigermaßen orientieren und nach einem kurzen Spaziergang waren wir auch schon da. Schon beim reinkommen, gefiel uns die Atmosphäre. Die Leute waren echt cool drauf und nett und die Zimmer waren richtig geil. Endlich ein ordentlich breites (normales) Bett mit dicker Matratze und dicker Decke. Im Gegensatz zu unserem zu Hause kein Vergleich. Wir haben nur kurz unsere Sachen abgelegt und dann ging es auf Richtung „Festivalgelände“ entlang der Küste. Das ganze dauerte nur 10 Minuten, aber während dieser zeit haben wir schon die ersten 3 Wale gesehen. War schon was cooles. Leider war das Wetter nicht wirklich berauschend. Es zog sich immer weiter zu und fing auch bald zu regnen an. Wir haben uns aber nicht ablenken lassen und sind weiter gegangen. Im Handwerks-Zelt haben verschiedne Händler ihre Waren angeboten. Waren schöne Dinge mit dabei, aber jetzt nicht so tolles, dass man es unbedingt holen müsste. Anschließend haben wir uns erstmal gestärkt und waren danach für den Abend einkaufen. Ich habe den Einkauf danach ins Backpackers geschafft, während die anderen die Küstenlinie noch weiter abgegangen sind. Ich bin dann wieder zurück und habe mir die weiteren Zelte aufm Gelände angeschaut. Im Musikzelt hat gerade irgendeine Cover-Band gespielt und man kam nicht mehr rein, also bin ich nur kurz durchs „Fress-Zelt“ und an dem traditionellen Markt vorbei. War aber fast nichts mehr los, weshalb ich nur noch mal kurz die Umgebung abgecheckt habe und dann zurück zu den anderen ins Backpackers. Dort hatten wir eine Bar mit kostenlosem Billard und Shisha Rauchen. Also haben wir alle gemeinsam dort gechillt (die Plumsteader, die mir ihrem Auto da waren und eigentlich im Zelt schlafen wollten, waren auch da. Am Ende haben 3 von den 5 Leuten mit im Backpackers gepennt, weils in ihr Zelt geregnet hatte). War echt ein schöner Abend. Wir haben uns mit anderen Deutschen (waren doch schon viele) und ein paar anderen Leuten unterhalten. Gegen Mitternacht sind Isi, Fayette und Anton noch mal los, um in einen Club zu gehen. Soll aber echt shit gewesen sein. Wir waren noch kurz in der Bar, sind dann aber bald ins Bett. Ich bin am Sonntag dann um 7 aufgestanden, um auch bisschen was von der Stadt mitzukriegen. Ich bin aber nur den Küstenstreifen lang gelaufen. Obwohl das Wetter besser war, schienen die Wale noch zu schlafen. Hab zwar doch noch den einen oder anderen Wal gesehen, aber eben nicht so viele. Insgesamt war es aber ein schöner und gemütlicher Spaziergang am Meer entlang. Vor allem Dingen auch entspannend, wenn man niemanden um sich herum hat und eben dazu die wirklich absolut geile Landschaft um Hermanus. Nach 2 Stunden am Meer, hab ich noch mal die Stadt angeschaut – sehr beschaulich. Außerdem hab ich mir endlich ein Xhosa -Englisch Wörterbuch geholt. Das hatte ich schon länger vorgehabt, aber die, die ich bisher gefunden habe, wären zu schwer und zu teuer gewesen. Mein jetziges ist aber ganz cool, nur so Heft mäßig und es hat anstatt 30 nur rund 7 Euro gekostet. Hilft trotzdem weiter. Nach dem Spaziergang bin ich zurück in Backpackers, denn dort en gab, im Preis inbegriffen, Frühstück. Dieses bestand aus Toastbrot (das billigste und eigentlich einzige Brot, das wir hier essen), Marmelade und Butter. Aber besser als gar nichts und dazu eben im Preis mit drin. Als wir fertig mit frühstücken waren, haben wir uns aufgemacht. Da niemand mit mir mit wollte, bin ich allein ins Musik-Fest-zelt gegangen, denn dort ist ein Gospelchor aufgetreten. Ich fands echt schön, aber leider mit einer halben Stunde viel zu kurz. Sehr interessant war auch der Unterschied im Publikum. Die weißen Zuschauer saßen einfach nur da, relativ teilnahmslos, und die Schwarzen und Coloureds sind schon ziemlich abgegangen. War schon cool. Ich will auch unbedingt einmal zum Gottesdienst ins Township, dort soll es auch wirklich geil sein. Mal sehen, wie ich das mache. Nach dem leider will zu kurzen Auftritt, hab ich mich wieder mit den anderen getroffen, wir haben uns gestärkt (Ich mich mit einer traditionell deutschen Currywurst. Musste einfach sein. Ich fand das so lustig, dass es die dort gibt) und danach mit Melanie (auch eine von uns Freiwilligen, die schon ein Jahr im Camp Hill Hermanus war) zum Abfahrtsort der Mini-Taxis. Zu unserer Überraschung stand jedoch keines da. Auf Nachfrage haben wir dann erfahren, dass die heute nur ab Nogation fahren. Das Problem war, dass weder einer von uns, noch jemand von den Leuten, die Melanie dort kennt, Nogation kannte. Glücklicherweise kam in dem Moment gerade ein Mini-Taxi, das uns dort hingefahren war. 10 Minuten später befanden wir uns voll gepackt mitten im Township Zwelihle. War schon etwas ein etwas mulmiges Gefühl. Zumal erstmal nichts weiter ging, da eines der Taxis gerade voll war und los fuhr. Nach einer kurzen Diskussion unter den verschiedenen Fahrern, sollten wir uns dann in eines rein setzen. Zu unserer Verwunderung fuhr dieses aber erst mal durch das Township, um noch Leute einzusammeln, die auch nach Bellville wollen. Nach kurzer Fahrt war das Taxi dann auch (über-)voll und es ging los. Leider standen wir als erstes auch gleich wieder im Stau, war aber nicht schlimm. Am Ende dann noch mal, dort wars aber echt cool, denn wir standen mitten aufm Berg und hatten einen super Ausblick über Kapstadt. Von daher hat es nicht so gestört. In Bellville sind wir dann wieder in die Bahn umgestiegen und los ging die Fahrt nach Kapstadt. Es waren sehr viele Leute in der Ersten Klasse, so dass wir nicht zusammen sitzen konnten. (Die Weißen fahren hier Erste Klasse und Schwarze Dritte Klasse. Die Zweite fehlt irgendwie.) Die Männer, die um mich herum waren, diskutierten gerade darüber, ob Michael Jackson oder Elvis größer ist. Fand die Diskussion sehr lustig. Anschließend ging es darum, wer zuerst Kapstadt erobert hat. Ich habe jetzt gelernt, dass das Cameron Diaz war und Vasco da Gama der Zweite, und es folgten mindestens 6 weitere. Das Gespräch wurde von einem Klopfen unterbrochen. Auf einmal sprangen alle auf und rannten nach draußen, Taschen und Einkäufe teilweise zurück lassend. Ich (und auch die anderen) hatten erstmal echt Panik. Ich dachte, dass irgendjemand mit einer Pistole oder so da stehen würde und gleich um sich schießt. Also bin ich im Strom mit raus, Kurz vor der Tür wurde ich von den anderen Mädels aufgehalten. Der Security-Mann auf dem Bahnsteig hatte sie aufgehalten. Wir hätten doch ein Erste Klasse Ticket. Also alles, was passiert ist war, dass die ganzen Leute in der Ersten Klasse saßen ohne ein Ticket dafür zu haben und Kontrolleure kamen. Das Klopfen war die Vorwarnung vom Security-Mann. Also sind alle schnell in die Dritte Klasse gerannt. Hier ohne Ticket bzw. in der falschen Klasse zu fahren, kostet die Schwarzen und Coloureds relativ viel 8Ich weiß aber nicht wie viel). Bei Weißen wiederum ist das kein Problem. Die können entweder ein Ticket nachkaufen (teilweise auch erst am Bahnhof .. oder eben gar nicht). Wobei bei uns Aline sich ein Dritte Klasse Ticket gekauft hatte und Melanie eines von einer Woche zuvor hatte – es wurde gar nicht erst bemerkt. Die restliche Fahrt verlief dann ohne weitere Komplikationen, so dass wir gegen halb 7 zu Hause waren.

Montag war eine meiner Erzieherinnen im Kindergarten nicht da. War gar nicht so schlecht. Ich hab zum ersten Mal mit Windeln gewechselt (nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung ;-) ) und halt so weit geholfen, wie ich konnte. War anstrengender als sonst, aber ging noch. Dienstag und Mittwoch verliefen dann wieder normal. Ich hab mit den Kiddies gespielt, sie gefüttert und so weiter. Außerdem hab ich es sogar geschafft, die Kiddies auch mit auf dem Hof spielen zu lassen. Ein großer erster Erfolg.
Am Mittwoch Abend kamen Simon und Christof. Die beiden sind auch Freiwillige über weltwärts und wir hatten sie im Backpackers im Hermanus kennengelernt. Sie arbeiten in der Nähe vom südlichsten Punkt Südafrikas in einer Behinderten-Schule und waren gerade hier im urlaub. Sie hatten uns gefragt, ob sie eventuell einen Tag mal mit uns arbeiten gehen könnten und ich alle Zustimmungen eingeholt hatte, sind sie am Donnerstag mitgekommen. Donnerstag fand außerdem für die Erzieherinnen ein Workshop im Centre statt. Also waren wir drei (Simon, Christof und Ich) in meiner Gruppe allein auf uns gestellt. Schon etwas schwierig, wenn keiner nachschauen kommt, man kein Wort Xhosa spricht, den Tagesablauf nicht wirklich kennt und vor allem Dingen auch nicht weiß wem welche Tasche gehört, dort aber der Joghurt zum Snack drin ist. Naja .. es ging mehr oder minder. Hab ein paar Kindern den falschen Joghurt gegeben, eine hatte am Ende gar keinen mehr, da eine Tasche gefehlt hat, weil sie in einer anderen Gruppe war. Aber irgendwie hab ich bzw. haben wir es doch hinbekommen. Als wir abgeholt wurden, war ich echt ziemlich geschafft. Theoretisch hätten wir am Nachmittag unsere erste Xhosa-Stunde haben sollen, leider gab ein paar Abstimmungsprobleme bei der Zeit, weshalb die Stunde ausgefallen ist. Stattdessen haben wir eine weitere Stunde Craft (Handarbeit) gehabt, in der wir angefangen haben Kissen für die Babies zu machen. Hat eigentlich echt Spaß gemacht. Heute haben wir die dann beendet und Bälle angefangen zu nähen. (Decken haben wir schon. Die haben wir alle gestern Abend alle noch beendet. Sah sehr lustig aus, wenn da 7 Leute sitzen und eine Decke nähen). Ansonsten war der Tag heute relativ „gechillt“ und kurz. Die Erzieherinnen waren wieder da, ich hab wie sonst geholfen und wurde schon vorm Mittagessen abgeholt.
An sich läuft alles hier. Es macht Spaß und die Arbeit ist echt super. Aber ich finde es immer noch echt anstrengend.

Bis Bald
Grüße
Louise

PS: Fast vergessen. Seit gestern sind wir zu 11 im Haus. Wir haben eine Studentin dazu bekommen, die letztes Jahr über weltwärts im Camp Hill an der West Coast war und jetzt hier im Centre Euritmy (oder wie auch immer das geschrieben wird) studiert. Scheint ganz nett zu sein.

Dienstag, 22. September 2009

tolles Wochenende, super neue Arbeit

Das letzte Wochenende war echt cool.
Freitag Abend bin ich mit Hanna zu Hause geblieben. Also so war es auch nur geplant. Die anderen Mädels wollten nach Clearemont. Zuerst haben sie aber schon mal hier vorgetrunken. Leider hat das Taxi den Weg nicht gefunden und die anderen, die aus Lakeside und Plumstead mitkommen wollten, haben letztlich abgesagt, so dass sie doch nicht gegangen sind. Durch das „Antrinken“ (je nachdem wie man zu 4 und 2 Flaschen Vodka + Maracujasaft nennen möchte) war der Abend echt extrem lustig. Man kann sich echt gut darüber lustig machen, wenn jemand besoffen ist. Vor allem Dingen wars am nächsten Morgen lustig, als sie sich nicht mehr daran erinnern konnten. 
Der Morgen begann so ca. 9.30 Uhr. Nach einem kleinen Frühstück und fertig machen (und eben besagtes lustiges machen) ging es kurz nach 11 Uhr zusammen mit Hanna und Sonja nach Kapstadt rein. Wir wollten nach ein paar Sachen schauen. Ich hab jetzt eine Drum in Aussicht, für einen recht guten Preis von bisher 800 Rand (also rund 80 Euro). Der Tag an sich war echt schön und lustig. Wir haben sehr viel geshoppt und viel gegessen. ;-) Ich hab aber bis aufs Essen kein Geld ausgegeben. Gegen 18 Uhr wollten wir zurück, haben aber unsere Bahn verpasst, so dass wir warten mussten. Während dieser Zeit hat uns Aline angerufen, dass wir zu Pia und Sebastian nach Stellenbosch zu fahren. Also haben wir uns spontan dazu entschlossen. Da leider kein Zug mehr nach Stellenbosch fuhr, haben wir einen anderen genommen, der 4 Haltestellen von Stellenbosch entfernt ist. In Eerste River angekommen, hat uns irgend so ein Mini-Taxi gefragt, ob wir bei ihm mitfahren wollen. Da wir zu 9 waren haben wir es dann gemacht. Es waren ca.20-30 km und der Typ, der das Geld einsammelt (nicht der Fahrer) war stoned. Er hat die ganze Zeit nur scheiße gelabert. Die Fahrt wurde dadurch auch sehr lustig. Endlich angekommen haben wir die Waldorf School Stellenbosch auch gleich gefunden und haben ein netten Abend und Nacht dort verbracht. Wir haben etliche Runden Werwolf gespielt und uns eine extrem leckere Pizza bestellt. Geschlafen haben wir in der Sporthalle der Schule. War irgendwie cool.
Am nächsten Morgen sind wir gegen 9 Uhr aufgestanden (nach einer relativ kurzen und unbequemen Nacht auf einer Hochsprung Matte, die bis zum Boden durchgehangen hat). Nach einem kleinen Frühstück (für einen Teil von uns) sind wir mit dem Mini Taxi nach Summerset West zur Station gefahren. Von dort aus ging es zurück nach Kapstadt. Aline, Sonja, Isi, Ciri und Ich haben uns entschlossen ins Two Oceans Aquarium an der Waterfront zu gehen. Erstmal gab es ein „ausgiebiges“ Frühstück (ein leckeres Croissant) und dann sind wir weiter. Die Waterfront ist schon geil, aber auch sehr touristisch. Das Aquarium hat ziemlich viel Eintritt gekostet (68 Rand = 6,80 Euro, aber nur weil wir es durchbekommen haben, dass wir wirklich Volunteers sind, sonst wären es 2 Euro mehr gegeben). Es gab echt extrem schöne Fische. Gleich im ersten Becken waren auch 2 Riesen Moränen im Leoparden Muster. Die waren richtig geil. Außerdem gab es Seepferdchen, eklige Riesen-Wasserspinnen, Hummer, Riesenrochen und Haie. War schon eine große Vielfalt, aber letztlich den Preis nicht unbedingt wert. Anschließend waren wir wieder was essen und sind dann zurück zum Zug. Der Tag bzw. das Wochenende lief relativ chillig aus.
Montag Morgen klingelte der Wecker um 6.10 Uhr, denn es war der erste Arbeitstag im neuen Kindergarten. Nach einer meiner Meinung nach kürzeren Fahrt als sonst, kamen wir am Kindergarten an. Soooooo krass. Er ist ungefähr 6 Mal so groß wie der alte. Es gibt 6 Häuser, wo die Kids untergebracht sind, ein Toilettenhäuschen, eine ziemlich große Küche und das Büro der Direktorin. Wir 4 sind alle in einer anderen Gruppe. In meiner Gruppe sind die Kids 0-2 Jahre alt. Die Jüngste ist aber „schon“ 7 Monate und die einzige, die nur sitzen kann. Der Rest der Bande kann schon laufen. Die Kiddies sind total süß. Außer mir gibt es noch 2 Erzieherinnen, von der nur eine etwas Englisch spricht. Die Kiddies an sich sprechen wirklich nur Xhosa. Was auch cool ist, dass wir richtig im Kindergarten verpflegt werden. Theoretisch mit Frühstück, Snack und Mittagessen. Frühstück haben wir aber abgelehnt, weil wir ja schon zu Hause was essen. Auf jeden Fall ist der neue Kindergarten echt geil. Die Kids haben riesen viel Platz um zu spielen, vor allem Dingen auch draußen. Dort stehen 2 oder 3 Klettergerüste. Die Kids sind echt gut getrennt, insgesamt sind es vielleicht 120-130 Kinder. In meiner Gruppe sind es vielleicht 20. Wir arbeiten aber alle in Gruppen, wo die Kids höchstens 4 Jahre alt sind. Dementsprechend ist es echt cool geregelt und ich bin gespannt wie sich alles einpegelt.

Heute war ein noch jüngeres Mädels da - erst 3 Moante alt also schätze ich, dass sie die Jüngste ist. Die Kids sind aber alle total nett und süß und hängen sich sofort an einen dran :-) Macht auf jeden Fall Spaß und ich fühle mich wohl. Am Nachmittag waren wir am Strand. War auch wieder schön. Ein kleiner schöner Spaziergang. Einfach gut. Und meine erste kleine Krise hab ich auch überstanden :-)


Ich berichte euch weiter ;-)

Liebe Grüße

Freitag, 18. September 2009

Dienstag - Freitag

Hallöchen!

Dienstag und Mittwoch ist eigentlich auch nicht viel passiert. Dienstag war bei der Arbeit unsere richtig „Mama“ da und hat auf die Kids aufgepasst. Sie hat sie auf jeden Fall um einiges besser im Griff als Sonja und Ich. Heute hatten wir die Kiddies wieder allein, aber die Köchin hat uns geholfen. War in der Hinsicht schlimm, dass die Kleinen trotzdem nicht gehört haben und es echt anstrengend ist, wenn man sie irgendwie die ganze Zeit über ermahnen muss oder voneinander trennen, weil sie sich verkloppen. Mir ging es dazu den ganzen Tag über nicht so sonderlich gut, weil mir schlecht war. Aber ich habs doch hingekriegt durchzustehen.
Am Nachmittag hatten wir dann (wieder) Sitzung mit Tobias (kümmert sich bisschen um uns und lehrt uns Massage für die Babies), Maiju (Bastel/Handarbeit Workshop) und Helen (Chefin des Centres). Wir hatten schon eine am Freitag und bis heute sollten wir uns überlegen, was wir in unseren Kindergärten verändern können. Bei uns kam jetzt raus, dass Sonja und Ich ab Montag wechseln müssen. Wir arbeiten jetzt zu 4 in Noluthando (oder so ähnlich), um uns mehr um die Babies zu kümmern. Ich bin nicht wirklich zufrieden damit, aber ich will ja nicht vorschnell urteilen. Ich bin echt gespannt, aber irgendwie kotzt es mich im Moment nur an. Aber ich erzähle euch dann nächste Woche mehr über die neue Arbeit.

Donnerstag und Freitag war dann wieder „normaler“ Arbeitsalltag. Zuerst waren wir leider allein mit den Kids, aber es ging schon besser als das letzte Mal. Ab Mittag war dann unsere Mama wieder da. Ab da wars um einiges besser. Sehr lustig war der Abschluss. Die Babies kommen immer gegen 4 Uhr runter, da die meisten dann schon abgeholt worden sind und nur noch ein paar da sind. Am Donnerstag waren es ca. 8 Kinder und wir waren 5 Erzieherin. Leider haben aber 6 Kinder geschrieben und eine wollte unbedingt auf meinen Schoß. Also saß dann jede Erzieherin mit mindestens einem Kind aufm Schoß da, die meistens Kiddies konnten gerade so laufen oder noch nicht mal das. Als wir dann gehen mussten, musste ich ich mein eines Kind der Erzieherin neben mir abgeben – die hatte dann 3 dicke, kleine, schreiende Babies auf den Arm. Sah irgendwie lustig aus 
Ansonsten ist Donnerstag nicht viel passiert. Freitag war die Mama dann ganz da. Das war dann wieder relativ entspannend. In den letzten Tagen haben wir auch die Story Time gemacht und was vorgelesen. Heute (also Freitag) hab ich sogar meinen „Activity“- Plan durchsetzen können und wir haben Papierflugzeuge gefaltete und bemalt. Es ist echt krass, wie wenig die Kinder motorisch können. Ein Papierflugzeug ist ja nicht das schwerste, aber kaum einer hat das halbwegs ordentlich alleine hin bekommen. Insgesamt fallen mir aber immer mehr Unterschiede zwischen Gleichaltrigen von hier und aus Deutschland aus. Ich bin gespannt auf einen Vergleich mit den anderen. Montag geht’s dann los. Dann heißt es eher aufstehen, aber dafür auch eher nach Hause kommen, was ein großer Vorteil ist.

Bis dahin bin ich gespannt, was das Wochenende noch so passiert. Die anderen sind, bis auf Hanna, alle weg. Morgen wollten sie wieder weg. Mal sehen was ich mache, eigentlich hat letzte Woche vorerst gereicht und ich will nächstes oder übernächstes Wochenende meine erste Reise nach Hermanus zum Whale Watching machen. Also mal schauen …

Montag, 14. September 2009

Vergesse

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Arbeit?feat=directlink

In dem Album gibt es neue Fotos von der Arbeit :-)

Ansonsten ist heute (Montag) nichts besonderes passiert. Ich war arbeiten und das wars :-) Außer dass wir die Kids alleine hatten und das echt schlimm war, weil die überhaupt nicht hören.. Aber wir habens ja überlebt. Und übermorgen das gleiche wieder :-D

Wochenende

Molweni!

So ein kurzer Bericht vom Wochenende. Diesmal wars echt schön und gut.
Freitag Abend haben wir alle bisschen zu Hause gechillt. Es waren ein paar von den Plumsteadern da und wir haben uns unterhalten und gespielt.
Samstag begann damit, dass wir nach dem Aufstehen erstmal wieder Großeinkauf gemacht haben. Echt krass wie schnell man das Geld hier ausgibt. Aber für 10 Personen brauch man nun mal mehr als 100 € pro Woche zum Einkauf (Das kriegen wir erst nächten Monat. Bis jetzt haben wir nur 60 € pro Woche). Das müssen wir hier noch regeln. Nach dem Einkauf wurden wir erstmal verfolgt, weil wir den Einkaufwagen (wieder) mitgenommen haben. Wir konnten den Typen dann abwimmeln, aber war schon bisschen komisch.
Am Abend war ich dann zum ersten Mal mit in der City feiern. Im Zug haben wir noch 2 Plumsteader mitgenommen und ein paar aus Lakeside waren auch dabei. Auf der Long Street sind wir zuerst in „Cape to Cuba“- eine echt coole Kneipe mit leckeren Cocktails und ne chilligen Athmosphäre. Danach ging es in eine Bar von einem Backpackers Hotel. War bisschen langweilig, also sind wir weiter gezogen. Die Leute aus Baphumelele (anderes Projekt im Township) waren auch da und dort sind wir dann hin. War ein kleiner Club (oder so was . .eher ne Wohnung), wo gerade ein paar Typen auf Xhosa gerappt haben. War auch sehr geil und hört sich einfach cool und lustig an. Dann gings weiter. Eigentlich wollten wir zu den anderen, die nicht mit bei den Bap-Leuten waren, aber der Club war uns zu teuer und sollte auch nicht so cool sein. Also sind wir in die „Zula-Bar“. Dort hat gerade eine Live Band 2 Stunden lang Jazz vom feinsten gespielt. Richtig geile Band („The connective Imagination“) und war echt cool. Danach haben wir noch so bisschen getanzt und ich bin dann mit der ersten Gruppe so gegen 2-3 Uhr zurück.
Der Sonntag begann dementsprechend spät und chillig. Und so blieb es den restlichen Tag über auch. Das Wetter war nicht wirklich gut, deswegen konnte man eigentlich nicht so viel machen. Also sind wir alle zu Hause gewesen und haben gechillt.

Mittwoch, 9. September 2009

Krank :-(

Nach kleiner Pause, eine kurzer Bericht.
Eigentlich gibt es über die letzten Tage jedoch nicht wirklich viel zu berichten.

Donnerstag und Freitag verliefen relativ normal. Einfache Arbeitstage. Ich habe noch ein paar Fotos von den Kiddies gemacht, die ich euch demnächst auch on stellen werde, aber nicht heute. Ansonsten wars anstrengend, schön und halt Arbeit ;-)
Freitag Abend stand wieder die Frage im Raum, was wir machen wollten. Ich war extrem kaputt und mir gings nicht ganz so gut, weshalb ich letztlich weder mit nach Plumstead bzw. in die Stadt feiern gegangen, sondern war mit Sonja zu hause. Ich bin relativ schnell ins Bett verschwunden und hab gut geschlafen. Samstag Morgen ging es mir noch schlechter und mir war bisschen schwindlig. Als ich dann gerade mit Isi im Internetcafé war, bin ich auch erstmal halb umgekippt. Das heißt mir wurde auf einmal schwindelig und alles war schwarz, aber ich bin nicht umgekippt, sondern hab noch gestanden, auch danke der Hilfe des Ladenbesitzers. Den restlichen Tag habe ich im Bett verbracht, weil wir abends nach Observatory (Studentenviertel) zum Fußballländerspiel Deutschland – Südafrika schauen wollten. Es ging mir auch dann nicht viel besser und da Fieber-Thermometer 39 Grad anzeigte, war der Abend für mich gelaufen. Also ging es es gleich wieder ins Bett und dort blieb ich dann bis Dienstag. Inzwischen geht’s mir eigentlich wieder ganz gut. Ich bin erkältet, aber das Fieber ist glücklicherweise weg. Dafür tut mir mein Rücken jetzt weh, weil wir hier so eine Art Jugendherbergsbett haben. Das bedeutet: ein Holzbett mit einer ca. 10 cm dicken Matratze (nicht viel besser als Schaumgummi) von einer Größe von ca. 180 x 70. Dementsprechend eng ist das für mich und extrem hart… Ich lass mir was einfallen, so geht das echt nicht weiter.
Heute war ich dann wieder arbeiten. Heute waren mal echt viele Kiddies da - 21 in meiner Gruppe. Ein Wunder bei dem Wetter. In den letzten Tagen hat es nur geregnet und gestürmt – richtig eklig. Aber jetzt sollte bald Frühling werden und der soll besonders schön sein. (Angeblich die schönste Jahreszeit, weil es noch nicht zu heiß und trocken ist, aber eben auch nicht so kalt)

So mehr gibt’s derzeit nicht zu erzählen …

Grüße aus der kalten Kapgegend

Donnerstag, 3. September 2009

Da es ja schon ein paar Tage her ist, seit dem letzten Eintrag, gibt mal ein bisschen was Aktuelles aus Kapstadt ;-)

Das Wochenende war eigentlich ganz cool. Normalerweise wollte ich ja mal ein bisschen Kapstadt City mit den anderen unsicher machen, aber da gab es ein paar Verständigungsschwierigkeiten. Ich wusste, dass ein paar aus Baphumelele, Hermanus und Stellenbosch (andere Projekte) da sind und mit Party machen wollten und ich dachte das wäre am Samstag. Da ich keinen richtigen Bock auf 2 Tage Party hatte, hab ich deswegen am Freitag Abend, als alle anderen aus meinem Haus losgezogen sind, gesagt, dass ich lieber zu Hause bleiben und am nächsten Tag mitkommen würde. Also hatte ich einen an sich ganz schönen Abend allein in unserem Haus. Hab auf dem PC ein paar Filme geschaut, Musik geordnet, gelesen … was man eben so macht ohne Internet und TV ;-) Irgendwann gegen 2 bin ich ins Bett und die anderen kamen nur wenig später. Samstag hab ich dann erfahren, dass die große Party schon am Freitag war. Abends sind zwar noch mal welche weg und ich wollte auch mit, aber es gab keinen Platz mehr im Auto. Deswegen haben wir den Samstag über auch gechillt. Die anderen hatten teilweise Kater oder waren noch total verschlafen und ich wusste auch nicht, was ich machen soll. Am Samstag Nachmittag haben wir „Twilight“ und abends zusammen mit Samira und Hanna noch „Keinohrhasen“ geschaut. Die Jungs haben ein paar Filme auf ihren PCs. Also war Samstag auch nichts wirklich Interessantes.
Sonntag haben wir dann eine Hauswanderung gemacht. Samira und Niggie haben sich eigenständig am Strand vergnügt und bisschen was alleine (unabhängig von einander) gemacht. Aber wir anderen alle haben uns zur Wanderung auf dem Muizenberg gemacht. Die erste Schwierigkeit war ein Mini-Taxi zu bekommen, dass für 8 Personen Platz hat, da der Zug erst eine Stunde später gekommen wäre. Letztlich haben wir doch noch eines bekommen. Wir sind bis nach Lake Side gefahren, um dir dortigen Freiwilligen nach dem Weg zu fragen 8sie waren schon oben), war aber niemand da. Also haben wir uns selber auf den Weg gemacht. Schon die erste eingeschlagene Richtung war erstmal falsch, aber eine Frau half uns weiter und erklärte uns in etwa den Weg. Dann ging es weiter. Wir überquerten eine große Straße (mit Weg), weil die anderen meinten, dass es geradeaus auch weitergehen würde. Ging es auch erstmal. Aber nach vielleicht einem Kilometer war das nichts mehr. Also ging es den Abhang steil nach oben ohne normalen Weg. Schon das war relativ schwierig und wurde noch schwieriger. Deswegen haben Aline und Ich nach ungefähr der Hälfte des Berges abgebrochen und sind wieder runter geklettert. (Ich bin zweimal fast vornüber abgestürzt und ich weiß nicht wie oft saß ich da. Ich hab aber nur ein paar Kratzer am Arm.) Wir beide sind dann zurück und wollten eigentlich auch ein Mini-Taxi nehmen. Leider kam bis Retreat keines, so dass wir eigentlich trotzdem unsere kleine Wanderung hatten. (Der Weg von der Hälfte des Berges bis nach Retreat war nicht wirklich kurz. Also bestimmt so 10-15 km hatten wir hinter uns). Danach haben wir uns dann für den Zug entschieden…
Die anderen haben abends erzählt, dass sie noch ganze Klettertouren am berg bewältigen mussten. Irgendwann hatten sie sich getrennt, so dass sogar welche abends um 6 (schon fast dunkel) getrampt sind (sollte man schon so nicht machen .. ) und die anderen kamen heile wieder an. Letztlich war nur die Tramper-Gruppe (Sonja und Carina) ganz oben auf dem Gipfel, jedoch wahrscheinlich nicht auf dem des Muizenberges, wo wir eigentlich hin wollten. Wir wollen es vielleicht noch mal versuchen.

Montag bis Mittwoch war dann normaler Arbeitsalltag. Am Montag Nachmittag habe ich bei den 2-3 –Jährigen beim Essen aufgepasst und sie dann zum Schlafen gelegt. Ihre Erzieherin war krank, also hab ich das einfach mal in die Hand genommen. (Also ich bin einfach mit hoch zu ihnen gegangen und habe dann die Anweisung bekommen sie schlafen zu legen). Das Schlafen klappt bei denen um einiges besser als bei den Größeren. Noch als ich die zweite Reihe hingelegt habe, haben schon welche geschlafen. Nach nicht mal einer Viertelstunde waren dann bis auf einem alle eingeschlafen. Dann bin ich wieder runter, habe bei der „Theater“-Probe der Großen zugeschaut und dann haben wir bisschen geholfen aufzuräumen. Abends ist dann auch nichts weiter passiert.
Dienstag und Mittwoch war ich den ganzen Tag bei den Großen. Das Wetter hat sich leider wieder verschlechtert. Wir hatten eine Woche lang Sonne pur und bestimmt schon über 20 Grad gehabt, aber jetzt hatte es geregnet, so dass wir nicht raus konnten Die Kinder freuen sich immer besonders draußen spielen zu können. Deswegen ist das nicht so cool, aber wir hatten trotzdem Spaß und haben zusammen gespielt. Mittwoch hatte ich dann auch meine Kamera mit. Ich hatte am Dienstag extra meine „Mama“ gefragt, die auf die frage nur mit „Feel free to do whatever you want to do“ geantwortet hatte. Die Kids sind echt lustig. Immer wenn ich die Kamera rausgeholt habe, wollten sie auf das Bild. So kamen kaum Einzelbilder raus, aber das schaff ich hoffentlich noch. Hier jetzt erstmal für euch, die ersten Bilder von der Arbeit:

http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Arbeit?feat=directlink

Liebe Gruesse aus Diep River/ Cape Town

Donnerstag, 27. August 2009

Erster und Zweiter Arbeitstag

So es ist vollbracht!
Gestern hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Wir sollten morgens um 8.30 Uhr abgeholt werden,. Jedenfalls die zweite Gruppe, die andere war schon um 7 Uhr dran. Wie wir so sind, waren wir natürlich pünktlich fertig. Aber wir sind ja nicht in Deutschland – der Transporter kam dann um 9.45 Uhr. Wir haben die ersten von uns 14 weg geschafft, dann kamen wir dran. Unsere „Mama“, wie die Leiterin hier genannt werden, ist mittwochs nicht da. Deswegen hat uns eine andere Erzieherin erstmal rumgeführt. Das Haus besteht aus 2 Etagen und einem sehr kleinen Hof. Im Hof befinden sich aber noch 3 Blechhütten (das Haus selber ist aus Stein). In der einen Hütte (die zum teil auch aus Stein besteht), sind die Toiletten, in den anderen beiden leben irgendwelche Leute, die nicht zum Educare gehören. Im Haus ist unten ein großer Raum und eine kleine Küche. In diesem Raum sind die 4-6-jährigen. Vor dem haus gibt es außerdem einen kleinen „Wintergarten“, wo die Kinder auch spielen können. Im zweiten Stock sind drei Zimmer. Ein Art Abstellkammer, ein Zimmer für die Babies (0-1 Jahr) und die Kinder von 2-3 Jahren. Ansonsten ist glaub ich am Haus hinten dran die Wohnung von der „Mama“. Insgesamt sind in jeder Gruppe ungefähr 20 Kinder, mal mehr, mal weniger. Die jüngste ist 1 Monat alt. Sonja und ich sind eigentlich in der Gruppe der Großen. Gestern haben wir halt bisschen mit ihnen gespielt und sonst geholfen sauber zu machen (als Zeit dafür war) und halt geholfen, wo es ging. Die Kinder hatten auch überhaupt keine Berührungsängste. Gegen Nachmittag haben sie dann mal angefangen auf einmal über die Haut zu streichen (Hosenbein und Pulli hoch geschoben). War irgendwie lustig. Sonst muss man halt aufpassen, dass alle Kinder immer dran kommen. Zum Beispiel wenn man sie hochhebt, wollen dann gleich alle, aber die, die schon dran waren, halt auch immer noch mal und noch mal. Dabei drängeln sie sich vor. Ein Manko ist, dass die Kinder kaum Englisch verstehen und noch weniger sprechen. So muss man sich über Zeichen oder sonst was verständigen, geht eigentlich auch. Der Tagensablauf ist relativ straff durchgeplant, ca. jede halbe Stunde was anderes. Mittagessen könnten wir auch mitbekommen (haben wir gestern auch angenommen), aber danach haben wir gesagt, dass wir lieber etwas mitnehmen. (Heute wurde dann mit unserem Essen eine kranke Nachbarin verpflegt). Abgeholt werden die Kinder so gegen 4 und wir theoretisch auch. Gestern war es aber erst um halb 6. Danach sammeln wir noch ein paar von den anderen ein und dann geht’s nach Hause.
Heute kam der Fahrer nur eine halbe Stunde zu spät. Den Vormittag haben wir genauso verbracht wie gestern, bloß dass heute unsere Mama die Erzieherin war. Die anderen Erzieherin ist bis Montag nicht da. Dadurch war der Tagesablauf ein klein bisschen anders, aber gab kaum Veränderung, zumal es eh alles festgeschrieben ist. Als die Großen geschlafen haben, wurde ich gefragt, ob ich mal zu den Kleinen gehen will. Also bin ich erstmal zu den Babies. Dort war ich dann ca. 1 ½ Stunden. Die Kleinen sind echt knuffig. Es gibt einen behinderten Jungen. Sein Arm scheint gelähmt zu sein, aber ich weiß nicht, ob noch irgendwas dazu ist. Die Kinder hatten eigentlich auch keine Angst. Da ich nicht wirklich was zu tun hatte und die Erzieherin gerade die Kleinen gewickelt haben, hab ich mich zuerst um die Kids gekümmert, die gerade an mir hochgeklettert sind und danach um die Schreienden noch kleineren. Sind aber wirklich alle total süß.
Danach bin ich noch mal kurz bei der mittleren Gruppe rein. Dort war aber immer noch Schlafenszeit und 3 schliefen noch und die anderen 4 saßen da. Dadurch gab es jedoch nicht wirklich viel Platz zum Spielen und reden ging schlecht. Also bin ich wieder runter. Kurz nach 4 kam dann auch der Transporter.
An sich waren die beiden Tage echt gut, aber wirklich anstrengend. Denke, dass es wohl noch ein bisschen so bleiben wird, bis wir uns daran gewöhnt haben.
Morgen sollen wir eventuell die Großen alleine haben. Die Erzieherin ist ja noch weg und die Mama muss auch irgendwie weg. Ich bin gespannt.

(Sorry für das Deutsch, aber ich hab nicht wirklich viel Zeit und wollte nur kurz berichten)

Dienstag, 25. August 2009

Noch ein paar Fotos

Hier mal ein paar Fotos und Impressionen vom haus, dem Strand, Kapstadt und der Einfuehrungswoche ..


http://picasaweb.google.com/loulu.louise/Suedafrika?feat=directlink

erstes Wochenende und immer noch nicht arbeiten

Mal wieder ein kleiner Bericht.
Das erste Wochenende ist vorbei und an sich wars echt cool..
Ok Freitag Morgen begann nicht so gut, weil es mir nicht gut ging. Deswegen bin ich lieber im Bett geblieben und hab weiter geschlafen. Das hab ich auch mit kleinen Unterbrechungen (eine von 1 ½ Stunden und sonst eben kurze) bis 17 Uhr getan. Danach ging es mir schon etwas besser. Abends sollte die erste kleine „Party“ anstehen. Dafür kamen gegen 5 Uhr dann auch die ersten Gäste. Jedoch blieb es dann auch vorerst bei dieser chilligen Runde zu 12. Später, so gegen halb 10, kam dann Rhondas (Koordinatorin) Sohn mit ein paar Freunden und wenig später die „Plumsteader“. Die Plumsteader sind diejenigen von uns, die in Plumstead wohnen, es gibt dann noch ein weiteres Haus in Lake Side und wir in Diep River. Die Runde war also etwas vergrößert. Leider herrschte ein kleiner Stuhlmangel, da aber doch der ein oder andere Raucher unter den Leute war, war eine Gruppe draußen und die andere hatte es sich auf Sofa und Boden gemütlich gemacht. Irgendwann um 12 oder 1 kamen Marlons und Mareike. Die beiden waren auch auf meinem Vorbereitungseminar und sind hier in dem Projekt „Baphumelele Children´s Home“ – einem Waisenhaus mitten im Township. Dort wohnen sie auch. Eigentlich war es anfangs vom CCE auch so angedacht, dass wir auch im Township wohnen. Verteilt auf 6 Häuser auf einer Straße, jedoch hat das BMZ dagegen gestreikt und gemeint, dass es zu unsichre wäre. Der Unterschied von den Häusern zu Bap wäre gewesen, dass Bap überwacht wird und eine kleine Mauer und Sicherheitskameras hat. So wohnen wir eben in den 3 Häusern in einer sicheren Gegend. Jedenfalls haben die beiden bisschen was über das Leben im Township erzählt. Ich bin echt gespannt wie es dann bei uns sein wird. Auf jeden Fall war es schon sehr interessant.
Da der Abend doch etwas länger wurde, haben wir Samstag dann ausgeschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich mit 3 Mädels aus meinem Haus nach Kapstadt City rein gefahren. Schon wenn man aus dem Bahnhof rauskommt, erwartet einen der erste große Markt. Überall laufen Leute rum und man muss echt aufpassen. Wir sind kurz etwas über den Markt geschlendert und dann weiter gegangen. Die anderen brauchten noch eine SIM-Karte, da ihr Handy die, die ich habe, nicht akzeptiert hatte. Bis heute Mittag hatten sie aber noch keine. Die Läden hier schließen alle echt früh, so das der Laden, wo sie rein wollten, nicht mehr offen hatte. (3 Uhr am Samstag Nachmittag in einer Großstadt..) Während wir die Long Street (eine der bekanntesten Straßen hier besonders fürs Nachtleben) lang sind, sind wir in den ein oder anderen Afrika Laden rein. Einer war richtig geil. Ein Laden über 3 Etagen voll mit afrikanischen Sachen (Trommeln, sehr viele andere Musik Instrumente, Tücher, Kleider, Wandgehänge,….). Alles war zwar erstmal relativ teuer (für die Verhältnisse hier), aber man kann ja alles runter handeln. Aber insgesamt ist es hier gar nicht so billig wie gedacht. Auch beim normalen Einkauf bezahle ich genauso viel oder gar noch mehr als in Deutschland. Besondern Milchprodukte sind teuer und die brauch man nun mal.
Wir sind noch ein bisschen weiter durch die Stadt geschlendert. Es gibt extrem viele Shoppingcenters hier, eines davon heißt lustigerweise „Waldorf-Arkaden“. Ebenso haben wir die deutsche Buchhandlung entdeckt, die aber leider da zu hatte.
Die Stadt an sich ist sehr lebendig, multi-kulti, aber eben auch gefährlich, aber vom Stadtbild größtenteils hässlich. Die Leute sind bisher aber eigentlich alle sehr nett gewesen. Würde man in Deutschland nach dem Weg fragen, käme meistens mürrisch eine Antwort zurück oder gar nichts, hier wird man direkt dahin geführt.
Der Rückweg zum Bahnhof gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Wir standen auf einmal an einem riesigen Busbahnhof voller Kombis (so eine Art Van, die hier als Busse und Taxen rumfahren) und hatten keine Ahnung wo der Zug fuhr. Aber mir fragen kamen wir dann weiter.
Den Samstagabend haben wir größtenteils zu Hause verbracht. 3 von uns waren in Kapstadt Party machen, wir anderen hatten sehr viel Spaß zu Hause. Zuerst haben wir den Film „Entgleist“ geschaut. Ein an sich echt guter Film, teilweise bisschen komisch und zuerst unschlüssig, aber echt gut gemacht. Anschließend gab es noch ein paar lustige Gespräche und gegen 3 ging es ab ins Bett.

Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. So kamen wir in dem Genuss eines Frühstücks draußen – und das mitten im Winter. In der Sonne wars auch wirklich warm, aber im Schatten doch noch ziemlich kalt. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es dann an den Strand. Die große Gruppe spaltete sich, da die erste Gruppe ihre Sachen nach Lake Side bringen musste (Sie sollten die Nacht dort verbringen da Montag erstmal nur die, die in der Schule arbeiten, arbeiten gehen konnten und wir anderen noch frei hatten. Da in Lake Side die meisten von den „Schulleuten“ wohnen, hieß das, dass die anderen 4 dahin mussten), die nächste Gruppe entschied sich für einen kleinen Wanderausflug zum Berg (bei der Hälfte war Schluss, weil ihnen über 2m hohe Büsche den Weg versperrten), so kamen wir dann noch zu 5 in Muizenberg an.
Sobald man aus der Bahn aussteigt, empfängt einen das Meer. Schon allein der Anblick ist richtig geil Auf der einen Seite alles Berge (schön grün, richtig toll) und vor einem der Atlantik (Ich gebe zu .. ich musste das nach schauen .. Ich dachte ja dass es schon der indische Ozean ist, aber der fängt erst später an). Der Strand gilt als einer DER Surf-Strände hier. Dementsprechend hoch waren die Wellen. Wenn man dann schon mal die Gelegenheit dazu hat, dachte ich mir meine Füße doch mal ins Wasser zu halten. Es endete bei mir mit einer nassen Hose bis zu den Oberschenkeln. Auf dem Rückweg, als die Hose dann fast trocken war, passierte ähnliches nochmals (diesmal war die Hose nur bis zu den Knien nass). Aber trotzdem ein tolles Gefühl.
Nach dem kleinen Spaziergang und einem kleinen Snack wurde die Gruppe wieder zusammengeführt und gemeinschaftlich entschlossen wir uns das Haus in Lake Side mal anzuschauen. In Plumstead waren wir letzte Woche schon mal und wir wollten eben alle 3 Häuser kennenlernen. Das Haus ist echt schön, im Sommer toll weil es relativ strandnah ist und insgesamt halt gemütlich.
Danach ging es nach Hause. Ich war mit Kochen dran, aber eigentlich war es eine Gemeinschaftsleitung. Ich habe mich um das Kartoffelpüree und Spiegelei gekümmert, die nächste um den Spinat, die nächste um Rührei und der letzte um das Steak. (Wir hatten gerade frisches Fleisch bekommen, deswegen musste das einfach sein..). Danach gab es einen ruhigen und chilligen Abend in Originalbesetzung (6 Mädels und ein Junge. Natürlich waren wir aber ganz nett. Als Paul geschlafen hat, haben 3 von uns ihn nur bisschen Nagellack drauf gemacht. Leider ist er davon aufgewacht … Aber war sehr lustig.

Der Montagmorgen begann genauso spät wie die letzten Tage. Paul, Sonja, Isi, Ciri und Ich wollten noch mal nach Kapstadt fahren, was wir dann so gegen 1 gemacht haben. Wieder die Long Street lang gelaufen und dann erstmal was essen gegangen. Wir waren in einem kleinen Restaurant mit Balkon, von wo wir aus die Long Street beobachten konnten – auch genial. Im inneren des Restaurants war gerade irgend so ein Maler zugange. Die Bilder sahen echt cool aus, waren aber auch bisschen teuer. Nach dem Snack haben wir uns erstmal aufgeteilt und ich bin mit Paul in ein paar Läden rein. Beim Green Market haben wir uns dann alle wieder getroffen. Erstmal ging es dann in die Deutsche Buchhandlung (Ich wollte eine deutsche Tageszeitung haben um zu wissen, was bei euch so abgeht.) Da es die SZ (Sächsische Zeitung) hier komischerweise nicht gibt, haben ich mich letztlich für die Süddeutsche entschieden. (Es gab sonst noch die Zeit und die FAZ … und halt Zeitschriften etc). Aber die Zeitung hat 48 Rand - also ca. 4,50 Euro gekostet. War dafür aber wenigstens aktuell. Danach sind wir noch zu V&A Waterfront gegangen. Da wir nicht mehr so viel Zeit hatten, ging es nur kurz zur Mall und wir haben uns ein bisschen umgeschaut. Aber auch sehr cool. Der Blik auf die Schiffe und im Hintergrund Berge (und ich glaube Robben Island). Auf dem Rückweg kam uns auf einmal ein Mann entgegen und ging Paul an, um ihn wegen Geld zu bitten. Da wir noch einen Apfel dabei hatten, haben wir ihm den gegeben und er ist weg. Als wir weiter gegangen sind, kam uns wiederum ein Mann entgegen. Wieder direkt aus Paul zu, aber wir sind trotzdem langsam weiter gegangen. Aber irgendwie haben wir ihn los bekommen. Paul meinte bloß danach, dass der Mann ihm irgendwie ein Messer gezeigt hätte, das aber gerade eingesteckt hat. Weiter Richtung Bahnhof – passierte erstmal nichts weiter. Im Bahnhof angekommen nach dem Gleis geschaut. Wir sollten auf die 4. Dort „empfing“ uns wieder irgend so ein Typ, der uns penetrant verfolgte. Zuerst haben wir es mit einer Banane versucht, aber er wollte eben Geld und meinte, dass er auch noch mit in den Zug kommen würde. Also haben wir ihm 5 Rand gegeben (~50 Cent) und er ist weg. Auf einmal ging die Anzeige für unseren Zug aus. Also wir uns umgeschaut und auf Gleis 6 den Ort, wo wir hin mussten gelesen – hingerannt (es war noch eine Minute bis der Zug hätte kommen sollen) und gesehen, dass es der falsche Zug war. Dann hat uns irgend so eine Frau zu einem anderen Zug gewunken auf Plattform 1. Wir wieder hingerannt und glücklicherweise war es dann auch der richtige Zug. Nach der Zugfahrt kurz nach Hause, irgendwann Essen und danach haben wir noch gespielt. (Nacht im Wald oder auch Werwolf) War auch lustig.

Heute Morgen sind wir dann um kurz vor 8 aufgestanden, da wir um 9 beim Centre sein sollten, da es theoretisch (endlich) der erste Arbeitstag sein sollte. Wir waren alle pünktlich, als die Meldung kam, dass der Bus noch keine Versicherung hat und wir wieder frei haben. Ein bisschen angekotzt hat uns das schon. Erstens frühes Aufstehen für nix und zweitens wollen wir alle jetzt endlich arbeiten, auch wenn wir dann sicherlich noch genug können dieses Jahr. Nach einer kurzen pause, sind Rhonda, ich und jeweils einer von den anderen beiden Häusern schnell was einkaufen gefahren und jetzt sitzen wir hier und uns ist langweilig. Mal sehen was heute noch so abgeht. Hoffentlich geht aber Morgen dann endlich die Arbeit los. Wir lernen hier eben die richtige südafrikanische Kultur kennen – da heißt es nun mal Geduld haben.

So mal sehen wann ich denn dann auch was von meiner Arbeit berichten kann. Bis dahin .. habt Spaß im warmen Deutschland. Bei uns ist es die letzte 3 Tage zwar auch warm gewesen, aber wir wurden schon vorgewarnt, dass es morgen wieder richtig kalt und regnerisch werden soll. Wir werden sehen.

Hamba kakuhle!

Mittwoch, 19. August 2009

Kurzer Bericht

Also gestern war sozusagen der erste "Arbeitstag". Wir sollten um 10 Uhr am Centre (Hauptquartier) sein. Dann bakemn wir gesagt, dass wir jetzt ersmtal eine Einfuehrungswoche haben, weil das BMZ das irgendwei verlangt. Naja .. in Ordnung. Gestern ging es erstmal darum, dass sich nochmal ein paar vorgestellt haben und nachmittags gign es um das Thema AIDS\ HIV und Verhuetung (so ein bisschen Sexualkunde kann ja nicht schaden .. ). Heute haben wir ueberraschenderweise unsere Leiterinnen der Kndergaerten und der Schule kennen gelernt. Sind alle sehr nett gewesen. Also meine Leiterin kann zwar schon ganz gut Englisch, aber auch nicht wirklich besser als ich. Die Kinder im Kindergarten sprechen meistens Xhosa, so dass es fast umumgaenglscih sein wird, dass wir bisschen was davon lernen. Aber das hatte ich ja eh vor. Die Kinder sidn zwischen 0 (5 Tage) - 6 Jahren alt und es sind ca. 70 Kinder. Der Kidnergarten soll sehr klein sein und ein gibt keinen garten, nur einen kleinen Spielplatz. Aber genaueres werde ich wohl dann erst ab Montag berichten koennen. Heute Nachmittag hatten wir jemand da, der uns ein bisschen in Rhthmic einfuehren soll (wird erst morgen geschehen) udn ansosnten ging es heute um die Wichtigkeit von Beruehrungen und die Veranderung dadurch. war eigentlich ganz cool.


Viel mehr ist nicht passiert. Ich bin gespannt was die Woche noch so kommt und werde fleissig weiter berichten.

Montag, 17. August 2009

Angekommen

So liebe Leser,

bin am Samstag Abend wohlbehalten in Suedafrika angekommen.

Unser Haus ist das reisnte Paraddies, es befindet sich in Diep River .. einer relativ sicheren Gegend. Das Haus an sich besteht aus 4 Schlafzimmern, wovon eines in eiern extra kleinen Barracke ist. Dort schlafen die 3 Jungs. In 2 Zimmern schlafen bisher die 6 Maedels und in dem letzten wird ab Oktober eine Studentin schlafen. Fuer die Maedels gibt es 2 Baeder (eins mit Dusche, andere mit Badewanne), fuer die Jungs auch ein bad. Ausserdem gibt es einen grossen Wohnzimmer mit anschliessendem Esszimmer. Daran befindet sich die Kueche (auch gross). Von der Kueche aus gehts direkt in den Garten, wo sogar Palmen stehen udn ausserdem ein riesiger Grill. Das beste im Garten - wir haben einen eigenen Pool!!! Zum Haus gehoert ausserdem eine Garage, in die 2 Autos passen wuerden.

Also so ist alles super. Gleich duerfte noch der letzte Bewohner ankommen, nachdem bis auf Paul und Ich, die anderen alle zwischen heut Nacht um 2 bis vorhin kamen (jetzt ist es uebrigens 18 Uhr). Morgen geht es zumn ersten Mal in Centre und ich denke mal ab Mittwoch arbeiten. John udn Rhonda sidn echt nett, Helen werden wir wohl erst morgen kennen lernen (das sidn die Lweiter und Koordinatoren)

Das wars fuer den Moment.

Liebe Gruesse

Louise

Sonntag, 2. August 2009

Hallo!

So hier nun mein Bloq.

Am 14.8. geht es endlich los, dann werde ich versuchen hier regelmäßig was reinzuschreiben.

Im Moment bin ich teilweise etwas im Stress, genieße aber auch die letzten Tage in Good Old Germany. Gestern Abend hatte ich eine kleine Abschieds- (und Geburtstags-) Feier, war wirklich schön.

Ich freu mich über eure Kommentare und melde mich dann wieder aus Südafrika.

Liebe Grüße

Louise